Neues aus dem FÖJ

FÖJ 2017/18

FÖJler Info

Hallo, wir sind Anneleen und Pauline, die neuen FÖJler hier bei der Kreislauflandwirtschaft DePeerdehoff e.V. Ab jetzt werden wir hier einmal die Woche berichten, was wir gemacht haben.

Unsere Themen bzw. unsere Hauptaufgaben hier sind die Arbeit mit den Pferden und das Instandhalten des Karlsgartens.

Für die Arbeit mit den Pferden haben wir uns jeder ein Pferd ausgesucht, mit dem wir im Roundpen an der Grundkommunikation arbeiten, um sie dann zum Reit- und Arbeitspferd auszubilden. Pauline arbeitet mit Arya (4 Jahre alt) und Anneleen mit Stella (3 Jahre alt).

Anneleen (19) und Stella ("Eselchen")
Pauline (18) und Arya

09.-13.10.2017

Eine unserer Aufgaben ist es, die Pferde auf die Feldarbeit vorzubereiten. Stella macht mit ihrem ruhigen Gemüt schnell Fortschritte. Anneleen hat nun angefangen sie zu satteln und an der langen Longe zu lenken. Mittelweile klappt es sehr gut, dass Stella geradeaus läuft, auch wenn niemand wie gewohnt vor, sondern nur noch hinter ihr geht. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Arbeit mit den Pferden ist das Schrecktraining. Stella erschrickt sich nicht mehr vor Folien, auch wenn sie auf ihr liegen oder über ihren Kopf gezogen werden. Grundsätzlich gibt es nur sehr wenige Dinge, vor denen sich Stelle erschrickt, was für die Feldarbeiten zwischen den Pflanzen und mit Zugmaschinen sehr von Vorteil ist.

Auch Arya macht Fortschritte. Sie ist noch nicht so weit wie Stella, aber auch sie wird weniger schreckhaft und gewöhnt sich immer mehr daran mit Menschen zu arbeiten.

Im Garten versuchen wir dauerhaft das Unkraut zurückzuhalten und haben nun erste Pflanzen umgepflanzt. Unser Ziel ist es, die Anordnung so zu verändern, dass beispielsweise kleine Pflanzen nicht im Schatten der großen stehen und zwischen allen Pflanzen einige Zentimeter Platz ist.

Pauline

Mit tatkräftiger Unterstützung macht sogar Gartenarbeit Spaß
Man könnte durchaus sagen, dass unser Schrecktraining erfolgreich (und auch lustig) ist

16.-21.10.2017

Diese Woche haben wir natürlich weiter mit den Pferden gearbeitet. Stella kann mittlerweile komplett ohne weitere Hilfe an der Doppellonge gearbeitet werden und macht das wirklich sehr sehr gut. Außerdem beginnen wir nun so richtig mit den ersten Vorbereitungen für ihre Reitausbildung. Das bedeutet, dass wir mit ihr das Trensen üben, damit sie sich daran gewöhnt genauso wie an einen Reiter auf dem Rücken. Auch hierbei macht sie (wie eigentlich immer) keine Probleme. Außerdem haben wir schon mal das Geschirr für die Feldarbeit anprobiert und können nun auch mit der Zugarbeit beginnen.

Zuvor haben wir die Geschirre und einen weiteren Trainingssattel sauber gemacht und eingefettet(was auch dringend nötig war:D).

Auch Arya macht weitere Fortschritte. Sie wird immer ruhiger und entspannter bzw. entspannt sich immer schneller nachdem dann doch noch manchmal eine gruselige Pfütze für einen kurzen Schreck sorgt. Trotzdem konnten wir jetzt auch mit ihr beginnen, Decken auf ihren Rücken zu legen und nun steht auch dem Satteln nichts mehr im Weg.

Im Garten konnten wir diese Woche wetterbedingt nicht so viel machen, waren dafür aber in der Kürbisernte aktiv und haben mit einem neuen „Projekt“ begonnen, unserem Aufenthaltsraum, in dem wir nach Feierabend Billard oder Tischtennis spielen können oder ein bisschen entspannen, musizieren oder trainieren können.

Dort haben wir erstmals sauber gemacht. Am Samstag wurde dort auch schon der Eingangsbereich gefliest, sodass nächste Woche der Teppich verlegt werden kann. In der Zeit waren wir auf dem Wochenmarkt als Verkäuferinnen unterwegs.

Außerdem haben wir uns weiter um unsere Facebookseite gekümmert, auf der man die Fortschritte der Pferde und unsere Arbeit auch in Bildern verfolgen kann.

https://www.facebook.com/DieFOEJlerUeberDenPeerdehoff/

Anneleen

23.-27.10.2017

Diese Woche haben wir weiter an der Gestaltung unseres Aufenthaltsraums gearbeitet.  Zuerst haben wir die Holztribüne geölt und am Freitag dann auch endlich den Teppich verlegt.

Außerdem haben wir weiter an unserer Facebookseite gearbeitet und dafür vor allem Fotos rausgesucht und ein bisschen bearbeitet, sodass wir auch bald unseren Instagram-Account in Angriff nehmen können.

Natürlich haben wir auch weiter sehr intensiv mit den Pferden gearbeitet. Für Stella stand ein bisschen Entspannung auf dem Programm. Wir haben viel Schrecktraining und andere „Spielereien“ gemacht, dabei allerdings auch weiter das Trensen geübt. Für Arya stand etwas intensivere Arbeit an, da sie mal wieder austesten musste, ob Pauline auch ganz sicher der Chef im Roundpen ist. Am Ende der Woche war sie das aber, was dann auch Arya gemerkt hat, sodass sie dann wirklich gut mitgearbeitet hat. Daher konnten wir auch bei Arya schon mit dem Satteln beginnen. Sie fand das überraschenderweise recht unaufregend.

Da es ja leider auch wieder recht viel geregnet hat, haben wir uns drinnen mit der Suche nach neuen Pflanzenschildern für den Karlsgarten und unserem anstehenden FÖJ-Projekt beschäftigt. Dazu werden wir  irgendwann noch genaueres berichten.

Anneleen

02.-03.11.2017

Über Halloween waren wir zuhause. Ich bin am Mittwoch wiedergekommen und habe Donnerstag und Freitag noch weiter mit Stella gearbeitet. Nach ihrer kleinen Pause fangen wir jetzt wieder mit intensiver Roundpenarbeit an, als Vorbereitung für die ersten Reitversuche nächste Woche.

Außerdem habe ich die Recherche beendet, sodass wir nun die neuen Schilder bestellen können. Außerdem habe ich eine Einführung in die Website bekommen, sodass wir uns nun auch hierum kümmern können und mal ein bisschen Ordnung in die Foto-Datenbank des Vereins bringen.

Am Samstag war ich mit Johann auf dem Wochenmarkt. Pauline kam erst am Samstag wieder.

Anneleen

06.-10.11.2017

Diese Woche konnten wir tatsächlich mit Stella die ersten Schritte mit Reiter wagen. Auch wenn Stella schon viele Entwicklungsschritte schnell und erfolgreich gemacht hat, waren die ersten Reitversuche wirklich beeindruckend. Schnell konnte Anneleen sie komplett alleine im Schritt reiten und ich werde nun nach wenigen Tagen nicht mehr zum Führen gebraucht.

Stella hört sehr gut auf den Menschen auf ihrem Rücken. Das Loslaufen bereitet ihr keinerlei Probleme, sie reagiert auf Gewichtsverlagerungen und Kommandos. Was ihr teilweise noch ein wenig schwer fällt ist das Lenken, was für den Anfang sicherlich normal ist. Manchmal liegt aber sogar dieses Missverständnis an ihrer Aufmerksamkeit, da für ihr Verständnis so stark am Zügel gezogen wurde, dass sie es für das Zeichen zum Anhalten hält.

Auch mit Arya bin ich einen großen Schritt voran gekommen. Nachdem ich nach der etwas längeren Pause erstmal wieder etwas langsamer angefangen habe, konnte sie sich bei freiem Laufen mit Sattel weiter an das Gewicht und das Wackeln auf Ihrem Rücken gewöhnen. Heute haben wir zum ersten Mal an der Doppellonge mit Führung von vorne Start- und Stoppkommandos von hinten gegeben. Das hat nach kurzer Eingewöhnungsphase mit leichter Verwirrung, wieso denn jetzt plötzlich auch noch jemand von hinten etwas will, schon ganz gut funktioniert.

Pauline

Zum ersten Mal auf dem "eigenen" Pferd sitzen...
...ein wirklich tolles Gefühl !

FÖJ 2016/17

FÖJler Info

Hallo, mein Name ist Nils Oswald, ich bin 18 Jahre alt und ich absolviere momentan mein FÖJ bei der Kreislauflandwirtschaft de Peerdehoff. Auf dieser Seite werde ich regelmäßig einen kleinen Artikel über verschiedene Themen oder das was Ich in der Woche so gemacht habe, schreiben.

Verabschiedung

Leider ist das hier die letzte Woche meines Freiwilligen Ökologischen Jahres. Anfang August fange ich eine Ausbildung an und nächste Woche ziehe ich um. Deshalb muss ich das FÖJ Ende dieser Woche vorzeitig beenden. Das hier wird also der letzte Eintrag von mir auf dieser Seite. Wahrscheinlich wird eine der neuen FÖJlerinnen diese Seite übernehmen. Ich habe viel gelernt in diesem Jahr und werde es vermissen hier zu arbeiten.  Aber ich hoffe dass meine Nachfolger genauso viel Freude an dem FÖJ hier haben werden wie ich. Diese Einsatzstelle ist sehr empfehlenswert wenn man gerne mit Tieren und Pflanzen arbeiten möchte. Mir gefiel es sehr mich um die vielen verschiedenen Tiere zu kümmern und zu sehen wie sie langsam zutraulicher wurden. Auch das Pikieren von Pflanzen für den Karlsgarten war sehr interessant. Es wäre nett wenn sich die nächsten FÖJler auch viel mit den Tieren beschäftigen da manche sogar schon recht Handzahm sind und es schön wäre wenn das so bleibt. Auch die von mir angefangene Wildbienen-Nisthilfe könnte noch weiter gebaut werden. Natürlich sollte die „Neues aus dem FÖJ“ Seite auch weiter regelmäßig mit Themen gefüllt werden.

Ich hoffe meine Einträge und Themen haben Ihnen gefallen und waren interessant. Ich verabschiede mich hiermit und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.

Nils Oswald

Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs.

(23.09.16)

Seit diesem Jahr wächst in der Nähe des Karlsgartens eine Pflanze namens Japanischer Knöterich. Was diese Pflanze ist und wieso sie entfernt werden muss, versuche ich nun zu erklären.

Was ist der Japanische Staudenknöterich oder kurz Japanknöterich eigentlich?

Der Japanknöterich ist eine Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse. Sie kommt ursprünglich aus China, Korea und Japan. Er wurde nach Europa und Amerika gebracht, um als Äsungs- und Deckungspflanze für die Tiere zu dienen. Allerdings war er dafür nicht geeignet und diente nur noch als Bienenweiden für Imker. Dann fing er an, sich in der Natur auszubreiten.

Japanknöterich am Weidenzaun

Der Japanknöterich breitet sich durch sogenannte Rhizome aus. Dies sind dichte, weit verzweigte Wurzeln die teilweise 2 Meter tief in die Erde ragen. Die Rhizome breiten sich vertikal aus und bilden horizontal Sprosse, die schließlich zu Stauden werden.

Wieso muss er entfernt werden?

Durch seine Widerstandskraft und seine schnelle Ausbreitung über die Rhizome gilt der Japanknöterich als invasiver Neophyt. Er vertreibt die heimische Fauna und kann zu Schäden in Natur und Landwirtschaft führen.

Was tun?

Ich versuche den Japanknöterich durch mehrmaliges Abschneiden und Rausreißen der Sprosse zu bekämpfen. Dies sorgt dafür, dass die Rhizome absterben. Diese Art der Bekämpfung ist die ökologischste, aber gleichzeitig auch die zeit- und kraftaufwendigste. Alternativen wären Pestizide oder breitflächige Abdeckung durch schwarze Folie.
Kaum eine Spur vom Knöterich

Nach mehrstündigem Rausreißen der Stauden und Sprosse konnte ich das meiste entfernen. Allerdings werde ich das noch oft wiederholen müssen, bis die Pflanze ganz verschwunden ist.

 

Der Tigerschnegel

(30.09.16)

Vor ein paar Wochen las ich einen Artikel, in dem vom Tigerschnegel berichtet wurde. Dort wurde erklärt, dass diese Nacktschneckenart sehr nützlich sein kann. Weshalb, versuche ich hier zu erklären? Doch zuerst:

Was ist der Tigerschnegel?

Der Tigerschnegel ist eine Nacktschnecke aus der Familie der Schnegel. Er ist mittlerweile weltweit verbreitet, aber trotzdem selten zu finden, da er nachtaktiv ist.

Wie sieht der Tigerschnegel aus?

Der Tigerschnegel hat die Form einer gewöhnlichen Nacktschnecke. Er wird bis zu 13 – 15 cm lang und hat ein Mantelschild , das ungefähr ein Drittel des Körpers einnimmt. Das Besondere an ihm ist das Muster auf dem Rücken. Sie haben eine schwarze bis hellbraune Grundierung auf dem Rücken und darauf schwarze oder braune Flecken (Es können auch einfarbige oder weiße Exemplare auftreten). Die Unterseite ist cremefarben.

Tigerschnegel im Karlsgarten

Wieso ist der Tigerschnegel nützlich?

Im Gegensatz zu anderen Nacktschneckenarten frisst der Tigerschnegel keine lebenden Pflanzen, sondern abgestorbene Pflanzenteile und andere Nacktschnecken. Dadurch schützt er Gärten und hält sie sauber. Deshalb ist er eine gute Alternative zu Pestiziden und perfekt für Gärtner, die ökologisch anbauen wollen.

Wo bekommt man Tigerschnegel her?

Tigerschnegel kann man im Internet kaufen oder man sucht in der Dämmerung unter Steinen und ähnlichen Orten.

Im Karlsgarten habe ich bereits ein ausgewachsenes und zwei sehr junge Exemplare entdeckt, was darauf schließen lässt, dass sie dort schon heimisch sind.

Babyschnegel

Wer ökologisch sein will, muss teilen lernen

(07.10.16)

Wer einen ökologischen Garten will, muss auch damit einverstanden sein, dass sich jemand anderes bedient. Man muss einsehen, dass der Garten nicht jemandem alleine gehört, sondern ein riesiges Ökosystem aus verschiedenen Pflanzen und Tieren, auch Schädlingen, ist. Man muss der Natur Raum geben, um sich zu entfalten. Also darf man nicht bei jeder Schnecke oder Raupe mit der Chemiekeule kommen, sondern sollte zumindest versuchen, sie „freundlich“ zu entfernen (Meist reicht es schon, sie einfach umzusiedeln). Es ist zwar schade, wenn eine Pflanze gefressen wird, aber damit muss man sich abfinden. Selbst wenn so etwas passiert wie vor kurzem im Karlsgarten:

Dies sind die Raupen des Großen Kohlweißlings, einem sehr weit verbreiteten und oft gesehenen Schmetterling. Die Pflanze, die sie fressen, ist – oder eher war – ein Meerrettich. Meist fressen sie die Pflanze, auf der sie schlüpften, komplett auf. Dadurch kann sie nach ein paar Stunden so aussehen:

Dies mag zwar sehr ärgerlich sein, allerdings muss man sich damit abfinden wenn man einen ökologischen und chemiefreien Garten haben möchte. Zudem hat man ohne Raupen keine Schmetterlinge, also ist es ein Opfer, das man bringen muss. Denn ein Garten ohne sie wäre schon etwas trostlos.

Herbst im Karlsgarten

(21.10.16)

Nach dem langen Sommer hat nun der Herbst Einzug in Deutschland gehalten. Auch im Karlsgarten erkennt man nun langsam, wie Pflanzen und Tiere darauf reagieren. Ich habe ein paar Fotos gemacht, die zeigen sollen, dass auch der Herbst schöne Seiten hat und den Karlsgarten in seiner herbstlichen Pracht zeigen. (Um die Fotos zu vergrößern, einfach klicken)

Obwohl der Sommer vorbei ist, blühen im Karlsgarten trotzdem noch viele Blumen. Unter anderem diese schönen Exemplare:

Auch die Bäume verändern sich, die Äpfel und Birnen werden reif und die Blätter bekommen bunte Farben:

Zudem sind die Kürbisse und Bohnen bereit zur Ernte.

Und auch der eine oder andere Bewohner des Karlsgartens freut sich über die sinkenden Temperaturen und den Regen.

Nützlinge für den Garten

(28.10.16)

Wer einen ökologischen Garten haben möchte, muss auf Pflanzenschutzmittel verzichten. Doch es gibt trotzdem verschiedene Insekten, Vögel,  Amphibien und Säugetiere, die helfen können, den Garten gegen Schädlinge zu schützen. Welche Arten dies sind und wie man sie fördert, erläutere ich hier.

Insekten

Die meisten Nützlinge gibt es wohl unter den Insekten. Verschiedene Lauf- und Raubkäferarten fressen Raupen, Larven und Blattläuse. Vor allem der Marienkäfer und seine Larven fressen riesige Mengen Blattläuse. Andere sehr hilfreiche Insekten sind Raubfliegen und Schlupfwespen, die Larven beider Arten fressen Raupen und auch Schnecken. Die sehr bekannte Schwebefliege ist auch ein großer Feind der Blattläuse. Außerdem sind auch die bei Menschen nicht so beliebten Spinnen und Ohrwürmer sehr gute Schädlingsbekämpfer. Doch wie lockt man diese Nützlinge in seinen Garten? Die einfachste Methode ist, seinen Garten vielfältig zu gestalten. Durch viele verschiedene heimische Sträucher und Blumen haben die Nützlinge gute Plätze zum Verstecken und fühlen sich im Garten wohl. Auch Insektenhotels oder totes Holz können dabei helfen.

Vögel

Alle kleineren Vögel wie Spatzen und Meisen fressen gerne schädliche Insekten wie z.B. Raupen. Zudem kann man sich an ihrem Anblick und dem Gesang erfreuen. Um Vögel in seinen Garten anzusiedeln, reicht schon eine einfache Hecke. Dort können die Vögel nisten und finden Nahrung. Einige Vogelarten bevorzugen auch morsche oder abgestorbene Bäume. Natürlich reicht auch schon ein normales Vogelhaus, dies sollte aber jedes Jahr ein wenig gereinigt werden.

Amphibien

Viele Leute finden Kröten und Frösche vielleicht nicht sonderlich schön, doch für einen Garten können sie sehr nützlich sein. Frösche und Kröten fressen vor allem Schnecken und andere kleine Insektenarten. Allerdings ist es schon schwerer, sie in einem Garten anzusiedeln, da man einen Teich braucht. Wenn man einen Teich hat, sollte man noch ein paar Stein-, Laub- oder Totholzhaufen anlegen, damit sich die Tiere dort verstecken können. Später kann man sich dann an Kaulquappen und dem Quaken der Frösche erfreuen.

Säugetiere

Der Igel ist sehr bekannt und auch beliebt als Nützling, da er viele Schnecken und Raupen frisst. Auch Spitzmäuse und Fledermäuse helfen den Garten, raupenfrei zu halten. Zudem können Tiere wie das Maus-Wiesel Wühlmäuse vertreiben. Maulwürfe sind zwar nicht immer gern gesehen wegen ihrer Maulwurfshaufen, doch sie helfen, den Boden zu belüften und fressen Larven und Würmer. Um diese Tiere in den heimischen Garten zu locken, reicht es schon, in einer Ecke des Gartens einen Totholz-, oder Laubhaufen aufzuschichten. Für Fledermäuse eignen sich abgestorbene Bäume und Stümpfe. Auch eine Trockenmauer oder ein Steinhaufen bietet guten Unterschlupf. Anleitung dafür gibt es zahlreich im Internet.

Man sollte nicht vergessen, dass trotz all der Nützlinge immer auch Schädlinge da sein werden, das Verhältnis zwischen Beute und Jäger ist meist ausgeglichen. Aber die Nützlinge helfen, die Schäden in Grenzen zu halten. Zudem kann man sich an einer großen Tierwelt im Garten erfreuen und fördert bedrohte Tiere wie Igel oder Maulwürfe.

Die Tiere des Hofes

(04.11.16)

Auf dem Hof leben viele verschiedene alte Haustierassen. Viele davon sind vom Aussterben bedroht. Hier leben verschiedene Schweinearten, Hühner, Schafe, Gänse und Alt Oldenburger Pferde. In diesem Artikel werde ich näher auf die beiden Schweinearten des Hofes eingehen.

Bentheimer Schweine

Auf dem Hof leben zum einem Bentheimer Schweine und Schwalbenbäuchige Wollschweine. Bentheimer Schweine (oder auch Buntes Bentheimer Schwein) sind eine alte Rasse, die wahrscheinlich Mitte des 19. Jh. in und rund um die Grafschaft Bentheim entstand. Sie sind weiß mit schwarzen Flecken und haben dichtere Borsten als andere kommerzielle Schweinsrassen. Vor allem Mitte des 20 Jhs. waren sie sehr beliebt. Doch dann änderten sich die Verbrauchergewohnheiten. Die Leute wollten lieber mageres Fleisch, und weil die Bentheimer Schweine allerdings sehr fettiges Fleisch hatten, waren sie nicht mehr gefragt. Daraufhin ging ihr Bestand immer weiter zurück, bis es 1999 nur noch ungefähr 100 Zuchttiere waren. Fast der gesamte deutschlandweite Bestand gehörte zu einem einzigen Züchter (Gerhard Schulte-Bernd). Dank ihm und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) konnte sich der Bestand erholen. Auf dem Hof lebt momentan ein Pärchen.

Schwalbenbäuchige Wollschweine

Die Schwalbenbäuchigen Wollschweine, auch Mangalicaschweine genannt, sind eine von 3 Variationen des Wollschweins (Es gibt noch Blonde und Rote). Es entstand aus einer Kreuzung des blonden Wollschweins mit dem, mittlerweile ausgestorbenen, schwarzen Wollschwein. Sie wurden ungefähr in den dreißiger Jahren des 19. Jh. in Ungarn gezüchtet. Die Wollschweine sind, wie der Name schon zeigt, dicht beharrt. Sie haben Unterwolle und lockige Borsten. Die Schwalbenbäuchigen Wollschweine haben einen schwarzen Rücken und eine helle Unterseite. Sie ähneln Wildschweinen. Vor allem in Ungarn war es bis zu den fünfziger Jahren des 20. Jh. die beliebteste Schweinerasse. Unter anderem, weil sie sehr kälteresistent und anspruchslos sind. Dann wurde es jedoch von anderen Rassen verdrängt. Am Ende der siebziger Jahre waren es grade mal 200 reinrassige Exemplare. Heutzutage wird es in der Gastronomie wieder vermehrt nachgefragt, deshalb gibt es immer mehr. Auf dem Hof leben momentan mehrere Eber, Sauen und auch Ferkel.

Trockenmauern

(11.11.16)

In diesem Artikel geht es um Trockenmauern,  ihren Wert für die Natur und wie man sie selbst baut.

Was ist eine Trockenmauer?

Eine Trockenmauer ist eine Mauer, die aus Natur- oder Bruchstein errichtet wurde, ohne Bindemittel wie Mörtel oder Beton zu benutzen. Sie werden hauptsächlich für den Weinbau, als Weidebegrenzung und Stützmauern verwendet. Dies ist eine der ältesten Formen des Mauerbaus. Auf der ganzen Welt wurden früher und auch noch heute Trockenmauern errichtet.

Wieso sind sie wertvoll für die Natur?

Die Trockenmauer ist ein eigenes Biotop, dort wachsen viele verschiedene Pflanzen und eine Menge Tiere siedeln sich an. Pflanzen wie Mauerkraut, Zimbelkraut und sogar Dachhauswurz können dort wachsen. Zu den Tieren gehören unter anderem Mäuse, Kröten, Schlangen, Eidechsen und verschiedene Wildbienenarten. Sogar Wespen- und Bienennester können in einer Trockenmauer gebaut werden. Durch Trockenmauern bekommen also auch zum Teil bedrohte Tierarten wie die Wildbienen einen Lebensraum. Zudem finden Vögel dort Futter und Schutz.

Bewohner der Trockenmauer im Karlsgarten

Wie baut man eine Trockenmauer?

Um selbst eine Trockenmauer zu bauen, sollte man sich als erstes einen guten Platz suchen. Dann baut man ein Fundament. Dafür gräbt man einen Graben, wo später die Mauer stehen soll (ungefähr 40 cm. tief). Dann verdichtet man den Untergrund und füllt den Graben 30 cm mit Schotter oder einem Mineralgemisch. Danach verdichtet man wieder und trägt dann eine 10 cm Schicht Sand auf. Daraufhin nimmt man die größten Steine und legt aus ihnen die erste Reihe (die Steine dabei leicht im Boden versenken). Danach einfach Schicht auf Schicht Steine verlegen, bis die Mauer die Wunschhöhe erreicht hat (Man sollte aber nicht höher als 1,20 m bauen, da die Mauer dann instabil werden könnte). Wenn man eine Trockenmauer vor einen Hang baut, sollte man ein paar der Steine bis in den Hang reichen lassen, da dies zusätzlich die Stabilität erhöht. Zwischen den Steinen kann man ein bisschen Sand oder Erde als Befestigung benutzen. Wenn man bestimmte Pflanzen dort haben will, sollte man sie sofort während des Baus pflanzen. Zudem sollte man drauf achten, welche Seite später mehr Sonne bekommt, um die Pflanzen an die richtige Stelle zu setzen. Man sollte die Steine nicht perfekt aneinander setzen, sondern kleine oder auch größere Fugen lassen, da dort Tiere ein Zuhause finden können.

Am besten ist es, Steine aus der Umgebung zu nutzen, da dies am günstigsten und umweltverträglichsten ist. Meist gibt es Steine  aus einem Steinbruch.

Wer also eine Trockenmauer baut, hat nicht nur etwas Schönes für seinen Garten, sondern tut auch etwas Gutes für die Natur.

Aus Reststeinen kann man auch gut einen kleinen Turm errichten

Wichtigkeit der Wildbienen für die Natur und die Umwelt

(25.11.16)

Aufgrund meines momentanen  FÖJ-Projektes (eine Wildbienen-Nisthilfe) befasse ich mich intensiv mit dem Thema Wildbienen. Deshalb möchte ich einige Dinge zu diesem Thema erklären. Doch zuerst möchte ich erklären, was eine Wildbiene ist.

Was ist eine Wildbiene?

Wildbienen sind keine eigene Art sondern die Bezeichnung für alle Bienen außer der Honigbiene. Viele Wildbienen leben solitär, das heißt als Einzelgänger. Die meisten der Wildbienen (75%) nisten im Erdreich. Ein Teil der Wildbienen lebt auch als Parasit.

Wieso sind sie wichtig für die Natur?

 Jeder weiß, wie wichtig Bienen für die Bestäubung von Pflanzen sind.  Oft wird angenommen, dass besonders Honigbienen wichtig dafür sind, doch dies ist nicht der Fall (Trotzdem sind Honigbienen ein wichtiges Glied in der Natur und beim Bestäuben). Oft holen Honigbienen zwar den Nektar aus Blüten, lassen aber den Pollen dort. Zudem sammeln sie Nektar und Pollen in kleinen  “Körbchen“, dadurch kann dann nur übriggebliebener Pollen im Fell der Honigbiene zur Bestäubung verwendet werden. Solitär lebende Wildbienen, wie z.B. die Mauerbienen, hingegen sammeln immer Pollen und Nektar. Sie sammeln den Pollen an einer Art Bürste auf ihrem Bauch. Dadurch bestäuben sie automatisch die nächsten Blüten, auf denen sie landen. Außerdem fliegen Wildbienen, auch wenn es kälter ist, weshalb sie mehr bestäuben. Mittlerweile werden im Obstbau oft Mauerbienen zum Bestäuben verwendet, da sie so effizient sind. Im Gegensatz zu Honigbienen produzieren sie allerdings keinen Honig. Leider sind die heutigen Honigbienen so stark auf Honigproduktion gezüchtet, dass sie anfälliger gegen Krankheiten und Parasiten sind. Viele Honigbienen können ohne einen Imker nicht mehr überleben. Die Wildbienen besuchen auch mehr Blüten in derselben Zeit als die Honigbienen. Allerdings kommt es durch die großen Staaten der Honigbiene vor, dass sie den Wildbienen vermehrt das Futter wegfressen. Mittlerweile sind viele Wildbienen bedroht in ihrem Bestand. Daran sind aber nicht nur die Honigbienen schuld, sondern auch der erhöhte Pestizideinsatz und der Trend zu aufgeräumten Flächen.

Wie können wir den Wildbienen helfen?

 Leider können Dinge wie Bienennisthilfen nicht den Wildbienen helfen, die im Boden nisten.  Um den Wildbienen zu helfen, ist es am besten, dafür zu sorgen, dass es mehr unbehandelte Flächen sowie mehr Wildwiesen mit einem reichhaltigen Futterangebot gibt. Zudem sollte man nicht alle Landschaften aufräumen und so etwas wie Totholz oder Steinhaufen immer stehenlassen. Außerdem müssen dringend weniger Pestizide verwendet werden, da sonst viele Wildbienen, sowie auch andere Tierarten aussterben werden.

Eine Wildbienenart im Karlsgarten.

Nützlingspflanzen

(02.12.16)

Es gibt viele Nützlinge im Tierreich, es gibt aber auch viele Pflanzen, die helfen können, andere Pflanzen zu schützen und den Garten schön zu halten. Ich werde hier ein paar der nützlichsten Pflanzen für den Garten nennen.

Dill, Fenchel und andere heimische Blütenpflanzen locken Schwebfliegen an. Schwebfliegen bestäuben die Pflanzen und ihre Larven fressen sehr viele Blattläuse. Zudem lockt man mit heimischen Pflanzen Wildbienen an.

Roggen, Senf und andere Gründüngungspflanzen locken Laufkäfer an, diese fressen schädliche Larven und Raupen.

Brennnesseln eignen sich als gute Futterpflanzen für die Raupen von Schmetterlingen. Deshalb sollte man immer in einer Ecke des Gartens ein paar Brennnesseln stehen lassen.

Heimische Obstbäume helfen Vögel anzulocken und bieten ihnen Futter im Winter.

Lavendel, Oregano, Salbei, Borretsch und andere Duftkräuter halten wirksam Blattläuse fern und helfen auch gegen Schnecken und Raupen. Allgemein helfen Kräuter gegen Schädlinge. Weshalb man sie in der Nähe von Gemüse pflanzen sollte.

Borretsch

Schnittlauch und Knoblauch sollen gegen Mehltau helfen. Knoblauch und Kaiserkrone soll auch Mäuse vertreiben.

Meerrettich hilft gegen Kartoffelkäfer, Wucherblume hält Ameisen fern und Ringelblumen fördern den Ernteertrag und halten Nematoden fern.

Allgemein sollte man viele verschiedene heimische Pflanzen pflanzen. Zudem sollte man die Pflanzen nicht zu sehr voneinander abgrenzen. Wenn man z.B. eine blattlausabwehrende Pflanze neben ein paar Zierpflanzen pflanzt, wird die Zierpflanze wahrscheinlich nicht mehr von Blattläusen angegriffen. Auch Unkraut in Teilen des Gartens stehen zu lassen kann helfen, Schädlinge von den anderen Pflanzen abzuhalten. Man sollte aber aufpassen, dass sich die Pflanzen ober- und unterirdisch nicht gegenseitig bedrängen. Auch sollte man keine Pflanzen nebeneinander pflanzen, die dieselben Schädlinge anziehen. Denn sonst können sich Schädlingsnester bilden.

Tipps fürs Vogelfüttern im Winter

(09.12.16)

Jetzt wo es kälter wird und immer öfter Frost herrscht, stellen viele Leute ein Futterhäuschen für Vögel auf. Doch dabei sollte man auf bestimmte Dinge achten. Ich werde hier ein paar Beispiele nennen.

Wann sollte man mit dem Füttern beginnen?

Grundsätzlich kann man eigentlich das ganze Jahr über die Vögel füttern. Allerdings sollte man versuchen, sich auf die Zeit zu beschränken, in der die Vögel das Futter brauchen. Dies ist meist erst der Fall, wenn über dem Boden eine dichte Schneedecke ist. Aber die meisten Arten, die an Futterhäuschen sitzen, finden sowieso genug Futter, sodass sie nicht gleich den Hungertod sterben werden. Trotzdem sollte man nicht auf einmal aufhören, die Tiere zu füttern, da sie sich sehr an das Futterangebot gewöhnen. Experten empfehlen, Ende November anzufangen und Ende Februar langsam aufzuhören.

Wo soll das Futterhäuschen stehen?

Auch die Wahl des Standortes ist wichtig. Es sollte nicht zu nahe an einer Fensterscheibe sein, da sonst die Vögel gegen die Scheibe fliegen. Auch wichtig ist, dass das Futterhäuschen so aufgestellt oder gehangen wird, dass keine Katzen drankommen.

Wie muss das Futterhäuschen aussehen und muss man es reinigen?

Wie das Häuschen aufgebaut und designt ist, bleibt dem Betrachter überlassen, die Vögel interessiert das nicht. Allerdings sollte man bestimmte Dinge in Betracht ziehen. Zum einen sollte man ein Häuschen haben, in dem die Vögel nicht im Futter herumlaufen, da sie es sonst verunreinigen (Am besten eignen sich dafür Silos, bei denen das Futter immer wieder nachrutscht). Auch sollte man darauf achten, es regelmäßig zu reinigen (am besten täglich), sollte sich Kot oder andere Dinge dort ansammeln. Wenn man bemerkt, dass die Vögel krank werden oder sogar sterben, sollte man das Vogelhaus sehr gründlich reinigen und desinfizieren.

Was sollte man verfüttern?

Die Wahl des richtigen Futters ist sehr wichtig. Man sollte auf keinen Fall Dinge wie Essensreste, Kartoffelschalen oder Brot verfüttern, denn davon werden die Vögel krank. Dazu zählen auch alle salzhaltigen Speisen. Auch sollte man Meisenknödel , die in Plastik eingenetzt sind, vermeiden, da sich die Tiere im Plastik verfangen und verletzen können (Stattdessen die Knödel lieber auspacken und anders befestigen). Als Futter eignen sich z.B. Sonnenblumenkerne, Bucheckern, Haselnüsse und andere Kerne und Samen. Man sollte darauf achten, dass das Futter nicht feucht wird, damit es nicht schimmelt. Mit einer Mischung aus Kokos-Fett und Samen kann man sogar selbst Futter herstellen. Auch ganze Äpfel werden gerne von den Vögeln gefressen.

Ist ein Futterhäuschen Naturschutz?

Ein Futterhäuschen ist kein Naturschutz. Das muss man klar sagen. Man hilft damit keinen bedrohten Vogelarten, jedoch kann man (vor allem Kinder) dadurch die Vögel näher beobachten und Dinge über sie lernen. Um anderen Vogelarten wirklich zu helfen, sollte man mehr Naturgärten anlegen und für mehr Futterpflanzen und Versteckplätze im Garten sorgen. Dadurch bekommen die bedrohten Vogelarten wieder mehr Lebensraum.

 

Kopfweiden

(16.12.16)

Rund um den Hof herum stehen sehr viele Kopfweiden. Deshalb wollte ich ein bisschen über sie berichten.

Was ist eine Kopfweide?

Eine Kopfweide ist eine Weide, meist Silber- oder Korbweide, die in 1 bis 3 Meter eingekürzt wurde und regelmäßig beschnitten wird. Dort ,wo man den Baum eingekürzt hat, treiben dann regelmäßig neue Triebe aus. Nach einiger Zeit ist dann die Stelle, an der man die Kopfweide beschneidet, verdickt und sieht aus wie der Kopf der Weide (deswegen Kopfweide). Man schneidet regelmäßig die Ruten ab, diese kann man dann für verschiedene Dinge verwenden. Durch das ständige schneiden bildet sich am Kopf der Weide eine Ansammlung von zersetzten Holz und Laub.

Vor dem Schneiden
Geschnittene Kopfweide

Was ist ihr Nutzen für die Natur?

Durch das zersetzte Holz an dem Kopf der Weide und dem gesunden Holz darunter sind sie sehr gut für das Ökosystem.  Viele Insekten, wie Käfer, Schmetterlinge, Ameisen und auch Spinnentiere nisten sich in den Bäumen ein. Wespen und Hornissen besiedeln die sich irgendwann bildenden Hohlräume. Auch Käuze, Eulen und bestimmte Taubenarten siedeln in und auf den Kopfweiden. Auch Fledermäuse, Siebenschläfer und andere Säugetiere nisten dort oder ziehen ihren Nachwuchs auf. Die Weidenruten und –knospen dienen zudem verschiedenen Tieren als Nahrung. Auch andere Pflanzen und Pilze profitieren von den Kopfweiden. Farn, Flechte, Moos und sogar Holunder kann zum Beispiel auf der Kopfweide wachsen.

Mittlerweile verlassenes Vogelnest in einer Kopfweide (geschnitten)

Was bringen sie dem Menschen?

Zum einen verschönern sie die Landschaft und geben einen Einblick in die Natur. Zum anderen kann man die abgeschnittenen Ruten für viele Dinge nutzen. Man kann zum Beispiel Körbe oder auch Zäune aus ihnen machen. Außerdem kann man sie einfach irgendwo einpflanzen, denn aus den Weidenruten können neue Weiden entstehen, da die sie eine gute Regeneration besitzen.  Deshalb ist es auch recht einfach, an Weiden zu kommen. Wenn man welche haben möchte, einfach jemanden, der Weiden hat, fragen ob er ein paar Ruten abgeben kann.

Weidenruten lassen sich sehr einfach schneiden
Korb aus Weidenruten
Schon wenige Kopfweiden bringen guten Ertrag
Zaun aus Weidenruten

Ich wünsche ihnen eine gute Weihnachtszeit.

Neozoen

(13.01.2017)

In Deutschland gibt es viele verschiedene Wildtiere, doch nicht alle davon kommen ursprünglich aus Deutschland. Diese Tiere nennt man Neozoen. Ich werde hier zwei bekannte Beispiele nennen und ihre Auswirkungen auf unser Ökosystem. Doch zuerst erkläre ich ein paar Grundinformationen.

Was genau ist ein Neozoon?

Ein Neozoon (Plural Neozoen) ist eine Tierart die der Mensch in den letzten 500 Jahren nach Deutschland brachte und die sich dann hier etabliert hat. Oft wurden die Tiere für Pelz, Fleisch oder als Zierde nach Deutschland gebracht. Viele dieser Tiere brachen irgendwann aus oder wurden ausgesetzt, oft hatte das schwere Folgen für das Ökosystem. Diese konnten positiv, negativ oder neutral sein.

Beispiele

Ein sehr bekannter Neozoon ist der Fasan. Er wurde ungefähr im 19. Jahrhundert in Nordeuropa angesiedelt, in anderen Teilen Europas sogar noch früher. Ursprünglich kommt er aus Asien.  Hauptsächlich wurde der Fasan zu Jagdzwecken ausgewildert. Sein Bestand kann sich recht gut halten, hin und wieder müssen jedoch Hegemaßnahmen getroffen werden. Der Fasan hat sich sehr gut eingebürgert und schadet dem Ökosystem nicht.

Die Bisamratte ist auch ein sehr verbreiteter Neozoon. Sie ähnelt einem kleinen Biber und wurde damals wegen ihres Pelzes nach Deutschland gebracht, die Tiere brachen aus den Pelzfarmen aus und verbreiteten sich in ganz Europa. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Die Bisamratte hilft einerseits dem Ökosystem, schadet ihm aber auch. In Binnenland stellt sie die Vielfalt der Ufer wieder her. Dafür schadet sie allerdings an Deichen weshalb sie auch stark gejagt wird.

Ein sehr unbeliebter Neozoon ist der Nordamerikanische Ochsenfrosch. Er wird oft als Kaulquappe verkauft und breitet sich dann aus. Ursprünglich kommt er, wie der Name verrät, aus Nordamerika. Er frisst alles was kleiner ist als er und verbreitet sich schnell, deshalb ist er eine Bedrohung für das Ökosystem. Zudem bringt er einen Pilz mit sich der, unter anderem, für das weltweite Amphibiensterben verantwortlich ist.

Wie man sieht gibt es viele verschiedene Neozoen, viele sind schädlich, aber es gibt auch Exemplare die das Ökosystem bereichern.

Fehler in Insektenhotels

(03.02.17)

Demnächst fängt der Frühling wieder an und dann fliegen auch die Bienen wieder. Viele Leute bauen deshalb ein Insektenhotel um ihnen zu helfen. Leider werden dabei sehr oft Fehler begangen. Ich werde hier ein paar der häufigsten Fehler aufzählen.

Der erste Fehler ist meist schon der Name. Insektenhotel lässt auf viele verschiedene Insekten schließen die dort leben, dabei werden sie eigentlich nur von Wildbienen benutzt. Auch „Hotel“ ist nicht ganz richtig denn die Wildbienen leben nicht dort, sie bauen dort Nester für ihre Brut. Es ist deshalb kein „Insektenhotel“ sondern eher eine Wildbienennisthilfe.

Ein Großteil der Fehler sind die „Zimmer“ der Nisthilfe. Oft werden Materialien benutzt die nutzlos oder sogar gefährlich für die Tiere sind. Oft werden zum Beispiel Baumscheiben genommen in deren Hirnholz gebohrt wurde. Allerdings reist das Hirnholz schneller und die Bienen meiden es. Besser ist es quer zur Faser zu Bohren. Die Löcher sollten auch nicht mehr als 9 mm groß sein. Zudem darf das Holz nicht behandelt sein und es muss Hartholz (Esche, Eiche etc.) sein, da Weichholz splittert und verbiegt. Ein anderer häufiger Fehler sind Ziegelsteine in den Nisthilfen. Diese haben viel zu große Löcher, sind rau und total unbrauchbar. Dasselbe gilt für Gasbetonsteine. Auch Glasröhren zum Beobachten der Brut sind fatal da durch das Glas Kondenswasser entsteht und die Brut verschimmelt.

Am besten benutzt man für eine gute Nisthilfe Bambusstäbe, diese haben meist die perfekte Größe und einen natürlichen Verschluss. Auch Hartholzklötze mit Löchern sind sehr zu empfehlen (Die Löcher dürfen am Rand nicht gesplittert sein!). Als Alternative zu den Glasröhren kann man spezielle Beobachtungskästen kaufen, diese haben nur eine Glasseite wodurch sich kein Kondenswasser bildet.

Es gibt noch viele andere Tipps, am besten schaut man auf vertrauensvollen Websites, die von bestimmten Naturschutzvereinen vorgestellten Bauanleitungen sind oft fehlerhaft, deshalb lieber etwas länger recherchieren. Auf keinen Fall sollte man „Insektenhotels“ aus Baumärkten und ähnlichen kaufen. Am wichtigsten ist aber immer noch den Lebensraum von Wildbienen, der durch Grünflächen-bereinigung und Pestizide zerstört wird, zur erhalten. Wildwiesen und Totholz zu erhalten bringt mehr als jedes „Insektenhotel“.

Neophyten

(17.02.2017)

Nachdem ich schon über Neozoen berichtet habe möchte ich nun etwas zu Neophyten berichten.

Was sind Neophyten?

Neophyten sind Pflanzen die nach 1492 vom Menschen in Länder eingeführt wurden in denen sie ursprünglich nicht wuchsen. Dies kann Ausversehen oder mit Absicht passieren. Oft holte man fremde Pflanzen als Zierpflanzen nach Deutschland und dann verbreiteten sie sich. Die meisten Neophyten sind kein Problem, da sie das Klima nicht gewohnt sind oder keine anderen Arten verdrängen. Doch die Neophyten die sich an das Klima gewöhnen und sich meist auch noch rasend schnell verbreiten können zum Problem werden, wie ich schon in meinem Bericht über den Staudenknöterich berichtet habe.

Beispiele

Negative Beispiele sind zum einen der Japanische Staudenknöterich, aber auch das bekannte indische Springkraut, das sich durch seine explodierenden Samenkapseln vermehrt. Oft nimmt es ganze Uferflächen in Besitz und ist schwer zu entfernen. Diese beiden Pflanzen stellen eine große Gefahr für die heimische Tier- und Pflanzenwelt dar. Sie verdrängen schnell einheimische Pflanzen und damit auch die Insekten die von ihnen abhängig sind.

Nur die wenigsten Neophyten machen solche Probleme, die meisten bereichern unsere Pflanzenwelt und das Ökosystem, oder stellen zumindest keine Gefahr dar.

Was tun gegen Neophyten?

Viele problematische Neophyten wie den Staudenknöterich wird man nichtmehr aus Deutschland entfernen können, man kann allerdings versuchen zu verhindern, dass sie sich in Gebiete ausbreiten in denen sie noch nicht wachsen. Durch dauerhaftes entfernen kann man die Populationen gut eindämmen. Dies ist allerdings harte Arbeit. Man könnte auch chemische Mittel nutzen, allerdings stellen diese auch eine Gefahr für das Ökosystem dar. Man sollte aufpassen, dass sich fremde Zierpflanzen nicht aus dem Garten in die Natur ausbreiten.

Ohrenkneifer-Quartier

(24.02.17)

Wer Probleme mit Blattläusen und anderen Schädlingen hat, dem können die manchmal unbeliebten Ohrenkneifer/würmer helfen. Die mit Zangen am Hinterleib ausgestatteten Insekten fressen Blattläuse und auch Raupen nämlich sehr gerne. Aber zuerst ein paar Informationen zu den Insekten.

Was sind Ohrenkneifer?

Ohrenkneifer gehören zur Klasse der Fluginsekten (die meisten Arten können allerdings nicht fliegen). Die meisten arten sind 10 bis 20 mm groß. An ihrem Hinterleib tragen sie lange Zangen die sie zur Balz und zum Beutefang nutzen. Sie fressen Pflanzen sowie auch andere Insekten, vorzugsweise Blattläuse und Schmetterlingsraupen.

Woher kommt der Name Ohrenkneifer bzw. Ohrenwürmer?

Das Ohr im Namen kommt davon das die Tiere früher in Medizin gegen Ohrenkrankheiten und Taubheit verwendet wurden. Kneifer werden sie wegen der Zangen genannt und Würmer wegen ihrer Form.

Wie kann man sie anlocken?

Man kann sie effektiv einsetzen indem man ein Ohrenkneifer-Quartier aufstellt. Ein Ohrenkneifer-Quartier ist sehr einfach zu bauen und aufzustellen. Man nimmt einen Blumentopf, füllt ihn mit Stroh oder Holzwolle und baut ein Gitter vor die Öffnung des Topfs damit die Füllung nicht rausfällt. Dann befestigt man noch eine Schnur am Boden des Blumentopfes und das Quartier ist fertig. Nun hängt man das Quartier Kopfüber (mit der Gitter-Öffnung nach unten) in die Nähe von befallenen Pflanzen. Dabei sollte man darauf achten das der Blumentopf Kontakt zu einem Ast oder ähnlichen hat damit die Ohrenkneifer einfach rein und raus könnnen.

Worauf sollte man noch achten?

Wenn man bemerkt, dass die Blattläuse oder Raupen verschwunden sind sollte man das Quartier woanders hinhängen da sonst die Ohrenkneifer anfangen Pflanzen anzuknabbern und dadurch selbst zum Schädling werden würden.

Brutzeit bei den Diepholzer Gänsen

(08.03.17)

Auf dem Hof lebt eine kleine Herde Diepholzer Gänse. Diese haben vor kurzem angefangen ein Nest zu bauen. Deshalb werde ich hier mal das Brutverhalten der Gänse erläutern und worauf man achten sollte wenn die Gänse brüten.

Eine interessante Sache bei den Gänsen ist, dass sie in Monogam leben, das heißt sie leben das ganze Leben mit einem Partner zusammen (meistens). Wenn der Partner stirbt suchen sie sich also auch keinen neuen. Deshalb sollte man, wenn man Gänse schlachten will, darauf achten keine Paare auseinander zu reißen, da man dann weniger Gänse hat die Nachwuchs bekommen.

Die Diepholzer Gänse

Normalerweise suchen sich die Gänse ihre Partner schon im September und Oktober, deshalb sollte man Gänse zum Schlachten eine gewisse Zeit vorher von den anderen trennen. Die Gänse paaren sich dann zwischen Januar und Februar und fangen im Februar und März mit dem Nestbau an. Man sollte den Gänsen immer trockenes Stroh oder Heu für den Nestbau bereitlegen. Das Nest bauen die Gänse selbst. Bei unseren Diepholzer Gänsen mussten wir das Nest allerdings verlegen da wir die Gänse auf eine andere Fläche umgezogen haben, sie haben das von mir neu gebaute Nest jedoch schnell angenommen.

Das von mir gebaute Nest

Ansonsten lassen wir die Gänse alleine brüten denn Diepholzer Gänse sind sehr gut darin ihre Brut alleine aufzuziehen, da die Art Naturbrut gewohnt ist (Sobald die Küken schlüpfen kommen sie allerdings zusammen mit den Elterntieren in eine sichere Umgebung). Man sollte immer darauf achten das die Gänse ausreichend Wasser und Nahrung in der Nähe haben.

Die (vermutlich) brütende Gans

Nach dem Schlupf kümmern sich Gänse sehr intensiv um ihre Gössel (Küken). Man sollte die Gössel erst ab dem 2. Lebenstag füttern. Zudem kann es etwas dauern bis sie den Schlupf abgeschlossen haben, dabei sollte man nicht stören.

Gänse brüten ungefähr 28 bis 30 Tage weshalb es noch ein bisschen dauern wird bis wir wissen ob etwas schlüpft. Ich fotografiere jeden Tag das Nest um zu sehen ob sich etwas verändert. Wenn Küken geschlüpft sind werde ich hier die Bilder der Gössel reinstellen.

Leider habe ich heute auch eine tote Gans entdeckt, dies ist leider ein Risiko bei der Freilandhaltung.

Frühlingsanfang

(24.03.17)

Im Moment steigen die Temperaturen und die Pflanzen und Tiere reagieren auf den Frühlingsanfang. Die ersten Blüten kommen und damit auch die ersten Insekten. Ich habe mal ein paar Fotos gemacht um den Frühlingsanfang im Karlsgarten zu zeigen.

Die ersten Knospen der Apfelbäume
Die Zitronenfalter sind schon dabei die Blüten zu bestäuben
Auch einzelne Löwenzahnblüten zeigen sich
Diese Hummelkönigin sucht wahrscheinlich ein guten Ort für ihr Nest
Auch die Johannisbeeren haben schon kleine Blätter und Knospen
Das Lungenkraut blüht schon in voller Pracht
Überall wachsen Osterglocken

Frühling bedeutet auch das im Karlsgarten wieder fleißig gearbeitet wird. Unter anderem graben wir die Felder um und Pflanzen Kohl, andere Gemüsearten und Kräuter.

Eines der Felder
Verschiedene Kohlarten

Ich wünsche ihnen noch einen guten Start in den Frühling und hoffe das das Wetter so bleibt!

Das erste Osterlamm ist da

(31.03.17)

Am Samstag kam ein Neuzugang auf den Hof, ein kleines Lamm wurde geboren. Ich habe mal versucht ein paar Bilder zu machen und zeige sie hier mit ein paar zusätzlichen Infos.

Das kleine schwarze Lamm.
Dies zeigt es gerne beim Hühner jagen.
Lämmer können schon kurz nach der Geburt laufen.
Danach muss es sich erstmal ausruhen.
Das kleine mit seiner Mutter.

Sehr wahrscheinlich werden in Kürze noch mehr Lämmer kommen, und auch die Gänse bekommen bald ihre Küken. Man merkt das der Frühling anfängt. Ich werde dann natürlich noch mehr Bilder machen und hochladen.

Weiterer Zuwachs bei den Schafen

(21.04.17)

Auch wenn es länger dauerte als erwartet sind nun weitere Lämmer geboren worden, zuerst kam ein einzelnes und am letzten Dienstag bekam ein Schaf sogar Zwei!

Das Lamm kam letztes Wochenende zur Welt, es ist noch recht scheu aber sehr aktiv.

Das erste Lamm, das höchstwahrscheinlich ein Bock ist, hat schon Hörner bekommen. Er hat auch schon angefangen richtiges Futter zu fressen. In den wenigen Wochen in denen er auf der Welt ist der kleine Bock sehr gewachsen.

Das ist das erste Mal das dieses Schaf Lämmer bekommen hat. Sie musste sich zwar erst daran gewöhnen aber jetzt kümmert sie sich gut um beide und vernachlässigt keinen. Die Lämmer waren zum Zeitpunkt als ich die Bilder gemacht habe erst wenige Stunden alt.

Eins der beiden Lämmer kurz nach der Geburt.
Das älteste Lamm mit seinem Vater.
Man kann die beiden gut unterscheiden da einer von ihnen einen weißen Punkt auf dem Kopf hat.
Die Schafe beobachten genau ob sich jemand den Lämmern nähert.

Es geht allen Jungtieren gut und sie sind gesund. Das sind wahrscheinlich alle Lämmer für dieses Jahr außer es kommen noch ein paar Nachzügler. Ich hoffe das sie alle gesund bleiben und unbeschwert aufwachsen. Als nächstes stehen dann wahrscheinlich die Küken bei den Gänsen an. Auch dann werde ich etwas darüber schreiben und Fotos machen.

Pikieren

(28.04.17)

Diese und letzte Woche wurde viel im Karlsgarten gepflanzt. Doch damit die Pflanzen optimale Bedingungen zum Wachsen haben, sollte man sie zuerst Pikieren. Was Pikieren ist und wozu es gut ist werde ich hier erklären.

Wenn man z.B. so etwas wie Salat pflanzen möchte streut man die Samen zuerst in einen Kasten mit Blumenerde oder Substrat. Um ihnen mehr Platz zu verschaffen entfernt man sie voneinander wenn sie die ersten Blätter bilden. Dazu nimmt man einen kleinen Stab und versucht die Keime auszugraben ohne sie zu sehr zu beschädigen. Im neuen Pflanzenbehälter, z.B. ein Blumentopf, drückt man dann ein kleines Loch in die Erde und setzt die Pflanzen mit den Wurzeln zuerst dort hinein und umschließt die Wurzeln dann mit Erde. Das ist das Pikieren.

Pflanzen vor dem Pikieren, meistens pikiert man sie bevor sie so groß werden, aber es gibt Ausnahmen.
Pflanzen nach dem Pikieren, in den Blumentöpfen haben sie Platz zum wachsen und kommen sich nicht mit den Wurzeln in die Quere.

Man sollte darauf achten das die Erde feucht und fest ist. Wenn man sie später, wenn die Pflanze eine gewisse Größe erreicht hat, umpflanzen will entfernt man das Stück Erde mit der Pflanze drin und setzt es an die gewünschte Stelle, z.B. im Garten. Zudem sollte man darauf achten beim Pikieren alle verwelkten oder kranken Pflanzen auszusortieren.

Salate die nach dem Pikieren im Karlsgarten gepflanzt wurden.
Da die Salate so schnell und gut wachsen pflanzen wir sehr viele im Karlsgarten

Pikieren ist wichtig damit die Pflanzen nicht ineinander verwurzeln, Platz zum Wachsen und genug Nährstoffe haben. Pikieren wirkt zwar aufwändig, vor allem wenn man einen ganzen Garten bepflanzen möchte, es ist aber eigentliche eine entspannende und einfache Aufgabe um sich die Zeit zu vertreiben. Wenn man es sich besonders einfach machen will nimmt man einen Pikierstab, dieser hat meist die perfekte Größe um Löcher für die Pflanzen zu machen und erleichtert das Entfernen der keimenden Pflanzen. Am besten lässt man die Pflanzen zuerst in einem Gewächshaus keimen und wachsen, weil sie dort optimale Bedingungen haben.

Wenn man viele Pflanzen pikieren will sind diese Paletten sehr sinnvoll, da man dort viele Pflanzen hineinsetzen kann, sie haben zudem ein Loch am Boden damit man die Pflanzen später leicht entfernen und umsetzen kann.
Man braucht viele Pflanzen um den ganzen Karlsgarten zu füllen.

Die Pflanzen erst in einem kleinen Kasten aufzuziehen und zu pikieren und später in den Garten zu setzen erhöht sehr die Wahrscheinlichkeit das sie gesund bleiben und gut wachsen, als wenn man das Saatgut einfach so in den Garten pflanzt. Zudem keimen sie auch sehr viel schneller als wenn man sie draußen pflanzt.

Gänseküken

(05.05.17)

Ich hatte vor längerer Zeit berichtet dass die Gänse brüten, nun sind endlich ein paar Gössel (Küken) geschlüpft. Leider scheint es so dass das erste Gänsepaar, aus meinen ersten Bericht über die Gänsebrut, keine Gössel bekommen, da nichts aus den Eiern schlüpft. Aber dafür werden wahrscheinlich bei den anderen Gänsen noch einige schlüpfen. Direkt neben diesem Paar brütet nämlich seit gewisser Zeit eine andere Gans.

Bisher sind es vier Gössel aber es könnten noch weitere schlüpfen.
 

Momentan müssen die kleinen noch drinnen bleiben da es draußen zu gefährlich ist (es sind viele Bussarde und Marder unterwegs), aber sobald sie etwas größer werden können sie mit ihren Eltern auf die Wiese. Noch trinken und fressen sie auch nicht da sie erst drei Tage nach dem Schlupf anfangen Nahrung aufzunehmen. Allerdings fangen die Kleinen schon fleißig an alles zu untersuchen und zu erkunden.

Die Mutter und der Vater kümmern sich gut um ihre Kleinen.

Bald werden sie auch schon das erste Mal das Gefieder wechseln. Aber es wird noch  ein bisschen dauern bis sie ein reines, weißes Gefieder wie ihre Eltern haben. Auch bei den Schafen hat sich noch etwas getan, ein fünftes Lamm ist nachgerückt, mittlerweile ist es eine richtige kleine Gruppe geworden. Alle Lämmer sehen gesund aus und zwei bekommen schon Hörner.

Das jüngste Lamm mit seiner Mutter. Bisher sieht man bei allen Lämmer sehr die Ähnlichkeit zum Vater.

Wenn weitere Gössel schlüpfen oder noch weitere Lämmer kommen werde ich natürlich wieder Bilder machen und hier hochladen.

Weitere Gänseküken sind geschlüpft

(19.05.17)

Auch wenn es später als erwartet war sind nun noch zwei weitere Gössel geschlüpft. Wahrscheinlich wurden sie dank der Wärme in den letzten Tagen noch ausgebrütet, da die Mutter kaum noch auf dem Nest saß. Leider akzeptiert die Mutter die beiden nicht, weshalb sie von Hand aufgezogen werden müssen.

Einer der Gössel wenige Minuten nach dem Schlüpfen.

Hoffentlich können wir sie später wieder bei den anderen Gänsen eingliedern. Fürs erste werden die beiden in einem kleinen Raum mit genug zu fressen und zu trinken bleiben. Zuerst waren sie sehr erschöpft und müde aber mittlerweile sind sie sehr viel munterer und wirken gesund.

Die beiden unter einer Brutlampe.

Sommeranfang im Karlsgarten

(02.06.17)

Der Sommer hat begonnen und auch der Karlsgarten ist in voller Pracht. Ich habe einige Fotos gemacht um die verschiedenen Pflanzen und Insekten zu zeigen die der Sommer mit sich bringt.

Der Mohn steht in voller Blüte.
Mittlerweile kommen auch die Marienkäfer wieder.
Besonders die Blüten des Lauchs ziehen viele Besucher an.
Dank der Sonne wächst...
Der Fingerhut auch.
Auch viele Bienen und Hummeln freuen sich über die vielen Blüten.
Wie man sieht.
... und gedeiht alles sehr gut.

Leider gibt es auch schlechte Nachrichten, einer der Gössel ist leider verstorben, die anderen sind aber alle gesund und munter und dürfen täglich mit ihren Eltern nach draußen, bald sind sie groß genug um zu den anderen Gänsen zu kommen.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sommer.

Springkraut und Staudenknöterich

(09.06.17)

Ich habe schon einmal über den Japanischen Staudenknöterich und wie man ihn entfernt berichtet. Nun ist er wieder nachgewachsen und in der Nähe wächst auch noch Springkraut, ein ähnlicher Neophyt. Leider muss man diese Pflanzen immer wieder entfernen um sie richtig bekämpfen zu können. Da der Staudenknöterich ein großes Wurzelnetzwerk bildet kann es viele Jahre dauern Ihn zu entfernen. Auch das Springkraut kann zu großen Problemen führen da er sich auch stark ausbreitet. Da ich schon über den Staudenknöterich berichtet habe werde ich hier näher auf das Springkraut eingehen.

Aufgrund des ständig wechselnden Wetters sind die meisten Staudenknöteriche eingegangen, ausreißen sollte man sie trotzdem.

Was genau ist Springkraut?

Springkraut, auch indisches oder drüsiges Springkraut genannt, ist eine aus Indien stammende einjährige Pflanze. Es gehört zur Familie der Balsaminengewächse. Im 19.Jahrhundert wurde es als Zierpflanze nach Europa gebracht. Es wächst hauptsächlich an sehr feuchten Gebieten, wie Ufern und Auenlandschaften. Es breitet sich aus indem die Samen aus den Samenkapseln „gesprengt“ werden. Durch diese Methode und die hohe Samenproduktion einer einzelnen Pflanze kann es sich sehr schnell und weit vermehren. Dadurch werden schnell andere Pflanzen verdrängt. Da es dazu noch schnell bis zu 2 Meter hoch wird sorgt es dafür dass selbst kleine Pflanze, aufgrund des fehlenden Sonnenlichts, nicht mehr wachsen können.

Ein kleines Springkraut, da ich sie oft entferne wachsen nur wenige.

Wie entfernt man es am besten?

Da es sich hauptsächlich über Samen und nicht, wie der Staudenknöterich, über Wurzeln vermehrt, kann man es etwas einfacher loswerden. Man sollte die Pflanzen ausreißen oder abschneiden und die Reste auf den Kompost oder irgendwo zum austrocknen hinlegen (es kann sonst vorkommen das sie neu wurzeln). Dies sollte man tun bevor sich die Samenkapseln der Pflanze bilden. Im nächsten Jahr könnten, auch wenn man alle Pflanzen entfernt hat, trotzdem neue kommen da die Samen bis zu 5 Jahre im Boden keimfähig bleiben. Deshalb sollte man wie beim Staudenknöterich immer sichergehen das nichts nachwächst.

Zum Glück wächst das Springkraut meist nur an Bächen, trotzdem sollte man solche Neophyten immer entfernen, da sonst unsere heimische Fauna ausstirbt.

Erste Besiedlung der Nisthilfe

(16.06.17)

Vor kurzem haben wir angefangen eine Nisthilfe für Wildbienen im Karlsgarten aufzustellen. Die ersten Elemente wie Hartholzklötze und Schilf- und Papphalme sind eingebaut. Schon jetzt haben mehrere Wildbienen angefangen Brutzellen zu bauen. Die Nisthilfe scheint also gut angenommen worden zu sein.

Zwei Nestverschlüsse verschiedener Arten. Leider ist es recht schwer die Art anhand des Nesteingangs zu bestimmen, die linke Zelle ist wahrscheinlich von einer Mörtelbiene und die rechte von einer Grabwespe.
Man sieht das die Nestverschlüsse aus unterschiedlichen Material gebaut sind.

Da die Nestverschlüsse alle recht unterschiedlich aussehen ist es wahrscheinlich dass es mehrere verschiedene Arten sind. Das zeigt dass der Karlsgarten eine gute Lebensgrundlage für viele unterschiedliche Arten ist.

Diese Brutkammer ist entweder von einer Grabwespe oder Scherenbiene.

Jeden Tag werden mehr Löcher besiedelt. Und wenn im nächsten Jahr die neue Generation schlüpft werden sie wahrscheinlich dort wieder ihre Brutzellen anlegen. Dadurch kann es sein das in ein bis zwei Jahren die Nisthilfe zu fast 100% belegt ist.

Hier sieht man zwei fertige Brutgänge und einen angefangenen. Es sind wahrscheinlich die Gänge von  verschiedene Scherenbienenarten.

Dadurch sieht man, dass man keine riesigen „Insektenhotels“ braucht um Ergebnisse zu haben, es reichen schon ein paar Holzklötze mit Löchern.

Weitere Besiedlung der Nisthilfe

(23.06.17)

Nun da die Nisthilfe schon 2 Wochen steht haben noch mehr Wildbienen und Wespen angefangen ihre Brutkammer dort anzulegen. Mittlerweile kann man sie schon richtig dabei beobachten wie sie Material und Futter heranschaffen und die Kammern anlegen. Vor allem solitäre Wespen scheinen sich für die Nistblöcke zu interessieren. Zudem wurden nun auch mehrere Schilfhalme besiedelt. Leider wurden von den aufgestellten Pappröhrchen noch keine besiedelt (Dies liegt wahrscheinlich daran das die Saison der Mauerbienen, die diese Röhrchen hauptsächlich besiedeln, zu Ende geht). Dafür siedeln umso mehr solitäre Wespenarten in der Nisthilfe. 

Eine Faltenwespe beim Nestbau.
Die Faltenwespe hat das Nest grade fertig gestellt.

Auf diesen Bildern sieht man eine Faltenwespe, auch Lehmwespe genannt. Sie baut jetzt seit einigen Tagen mehrere Brutkammern. Man erkennt sie an den gefalteten Flügeln, der gelben Zeichnung und dem Material das sie für die Nestverschlüsse verwendet. Die Nisthilfe lockt viele Faltenwespen an, aber im Gegensatz zur gemeinen Wespe stechen diese nicht und werden nicht von Süßspeisen angezogen. Sie sind auch wie man sieht wesentlich kleiner und leben alleine (solitär). Sie ernähren sich hauptsächlich von Raupen und Blattkäferlarven.

Die Grabwespe sucht ein gutes Nest. Sie musste die Spinne sehr weit schleppen da die Spinne zu schwer ist um mit ihr zu fliegen.

Hier sieht man eine Grabwespe die eine Spinne trägt. Anders als die Larven anderer Wildbienen und solitärer Wespen fressen die Larven der Grabwespe lebende Tiere wie Spinnen oder Raupen. Die Grabwespen lähmen die Beutetiere und schleppen sie dann in die Brutzelle. Wenn genug Nahrung für eine Larve da ist legen die ein Ei in die Brutzelle und verschließen sie. Auch die Grabwespen stechen nicht.

Eine Goldwespe die auf ein unbewachtes Nest wartet.

Das ist eine Goldwespe. Goldwespen sind Parasiten von solitären Bienen und Wespen. Sie legen ihre Eier in fremde Brutzellen wo ihre Larven den Wirt töten. Da sie sehr viele verschiedene Wirte befallen variieren die Goldwespen oft in der Größe. Die meiste Zeit sitzen sie in der Nähe anderer Nester und warten bis die eigentlichen Besitzer weg sind, dann legen sie ihre Eier ab. Auch sie sind harmlos.

Ich werde auch weiterhin regelmäßig nachschauen was sich an der Nisthilfe so verändert und es dokumentieren.