Neuigkeiten und Meldungen

Die neuen FÖJler sind da !

 Schaut mal bei www.depeerdehoff.de/neues-aus-dem-foej.html vorbei, um zu sehen, was die beiden Mädels hier machen.

 

 

Hier nun also einige Impressionen zu unserem "Tag des offenen Gartens" am Sonntag, den 10.06.2018 :

Der ein oder andere interessierte Besucher hatte dann doch ein interessiertes Ohr für uns...
...aber in erster Linie haben sie de schönen Tönen unserer Band "Olla Podrida" gelauscht- absolut verständlich.
Herzliche Einladung zu unserem "Tag des offenen Gartens"

Kreislaufwirtschaften

Das Konzept, auf dem die Art der Versorgung und der Produktion unseres Vereins beruht, ist die Kreislauflandwirtschaft. Dieses Prinzip gibt es auch in anderen Bereichen der Wirtschaft. Im Folgenden möchte ich näher auf den Nutzen und die Anforderungen, die es mit sich bringt, eingehen.

In der Kreislaufwirtschaft sollen die eingesetzten Rohstoffe in einem Kreislauf verwendet werden, indem sie über den Lebenszyklus eines Produktes hinaus wieder vollständig in die Produktion zurückgelangen. Um das zu erreichen, sind geschlossene Recyclingkreisläufe die Voraussetzung. Damit soll die Verwendung der Umwelt als Senke für Abfälle und Reststoffe industrieller Produktion und der Einsatz von neuen Materialien bei der Herstellung minimiert werden.

Das Gegenteil der Kreislaufwirtschaft ist die Linearwirtschaft, die auch „Wegwerfwirtschaft“ genannt wird und das heutige Wirtschaftssystem ausmacht. In der Linearwirtschaft wird mit Rohstoffen produziert bis sie nach dem Gebrauch entsorgt werden. Nur ein geringer Anteil wird später wiederverwendet. Sowohl aufgrund der Entsorgung, die nicht nachhaltig ist, da sie Ökosysteme beispielsweise im Meer stört oder der Großteil verbrannt wird, als auch aufgrund des dauerhaften Abbaus von endlichen Ressourcen kann die Linearwirtschaft nicht ewig weiterlaufen. Die Lösung wäre die grundsätzliche Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft.

Schon in einigen Jahrzehnten werden die bislang verwendeten nichterneuerbaren Rohstoffe erschöpft sein und die zur Verfügung stehenden Senken wie das Meer und der Boden für Abfall- und Reststoffe erschöpft sein. Die Kreislaufwirtschaft nimmt sich daher den Stoffkreislauf der Natur zum Vorbild und versucht weitestgehend eine kaskadische Nutzung (Mehrfachnutzung) ohne Abfälle (zero waste) und ohne Emissionen (zero emission) zu erreichen.

Schon 2005 wurden etwa 62 Milliarden Tonnen verschiedenster Materialien über den Erdball transportiert. Dabei stammten 58 Milliarden Tonnen aus neu gewonnenen Rohstoffen und 4 Milliarden Tonnen, was nur etwa 6% entspricht, waren aus recycelten Produkten. 44% der gesamten Materialflüsse (28 Milliarden Tonnen) dienten der Energiegewinnung. Das impliziert, dass dieser gesamte Teil nicht recycelt wurde, da fossile Energieträger, die bei der Nutzung verbraucht werden, prinzipbedingt nicht recycelt werden können. Deshalb ist der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien eng mit dem Erreichen der Kreislaufwirtschaft verknüpft.

Die menschliche Wirtschaft in ihren Ursprüngen wurde nach dem Kreislaufsystem betrieben. Ebenso in heutigen Entwicklungsländern verläuft die Landwirtschaft so. Denn sowohl die Rohstoffe als auch die Produktionsenergie (Muskelkraft) als auch die Abfälle (z.B. Küchenabfälle) und Produktionsrückstände (z.B. Stroh und Asche) können nur von den regionalen, bewirtschafteten Flächen bezogen werden und müssen somit auch wiederverwertet werden.

Auch unser Verein Die Kreislauflandwirtschaft de Peerdehoff e.V. setzt genau diese Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, wie der Name schon sagt, im Kleinen, auf die Landwirtschaft bezogen um.

Erste Umsetzungsversuche

 „Ein Leben ohne Abfall ist möglich!“ Das ist das Motto und die These der Unterstützer von Stoffkreisläufen.

Um das zu erreichen gibt es schon einige verrückte, innovative Ideen: Schuhe, deren durchgelaufene Sohlen der Hersteller zurücknimmt, um sie zu recyclen; T-Shirts, die sich im Kompost komplett zersetzen; Bürostühle, deren Einzelteile sich auseinanderbauen und wiederverwerten lassen.

Produkte der Automobil- und die Textilindustrie sind im Alltag sehr präsent und gehörten unter anderem deshalb zu den ersten Zweigen, die sich dem Recyclinggedanken annahmen. 2003 stellte Ford die Studie „Model U“ vor. Ein Auto mit Wasserstoff-Hybridantrieb und einer Konstruktion, deren Materialien größtenteils wiederverwendet werden können. Beispiele sind die Sitzbezüge aus Polyester, die 100% recyclingfähig waren, die Innendecke und der Innenfußboden, die aus dem biologisch abbaubaren Polymer Polylactid gemacht wurden und der Sitzschaumstoff, der aus Polurethanschaum bestand, welcher aus Sojabohnen gewonnen wird.

2008 ging Fiat mit der Studie „Phylla“ noch weiter. Bei dem 750 kg schweren Elektroauto wurde die gesamte Karosserie aus kompostierbarem Bio-Kunststoff konstruiert.

Trigema hat in der Textilindustrie mit dem T-Shirt „Wellness“ die erste komplett kompostierbare Produktreihe auf den Markt gebracht.

Noch komplexer ist das Ziel, dass sich das Salzburger Start-Up-Unternehmen Wexla GmbH gesetzt hat. Es arbeitet im Moment an einem Schuh, der die individualisierte Massenfertigung und die Wiederverwertbarkeit miteinander verbinden soll. Der Kunde kann sich aus den drei Bestandteilen Sohle, Fußbett und Oberteil seinen individuellen Schuh zusammenstellen. Danach besteht die Herausforderung darin Materialkombinationen für alle Bestandteile zu finden, die entweder biologisch abbaubar oder recycelbar sind. Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 400 Millionen Paar Schuhe entsorgt.

Das Beispiel „Fairphone

Ein weiteres gutes Beispiel, bei dem zusätzlich nachhaltige mit fairer Produktion vereint werden soll, ist das Fairphone. Die Fairphone B.V. ist ein Unternehmen mit Sitz in Amsterdam, dass sich 2013 gegründet hat und schon vorher als Aufklärungskampagne existiert hat.

Dieses Unternehmen hat sich die Nachhaltigkeit zur Aufgabe gemacht und ist sich dabei der Wichtigkeit der Kreislaufwirtschaf als System zu Produzieren bewusst.

Um dieses Ziel zu erreichen hat das Unternehmen einige Bedingungen aufgestellt, durch die das Ziel Kreislaufwirtschaft erreicht werden soll. Dazu gehören das robuste Design, um die Lebensdauer zu verlängern, die Wiederverwendbarkeit auch mit Hilfe der Möglichkeit zu reparieren. Das Recyceln gehört natürlich auch dazu, sowie gute Arbeitsbedingungen in allen Produktionsschritten und fair gehandelte Materialien. An diesem Punkt ist Fairphone nach eigenen Angaben noch nicht angekommen. Es ist noch immer ein Ziel.

Dabei ist unter anderem das Recyclingverhalten des Konsumenten ein großes Problem. Nach eigenen Umfragen bei Kunden werden nur etwa 5% der Smartphones recycelt. Mehr Geräte werden entsorgt oder liegen ungenutzt in Schubladen zu Hause. Speziell beim Fairphone 2 wurde dieses Ziel möglichst große Anteile zu recyclen verstärkt in den Fokus genommen. Dafür bietet das Unternehmen ein Angebot, um es dem Einzelnen zu vereinfach zu mehr Recycling beizutragen, bei dem man ein kostenloses Versandticket anfordern und jedes beliebige Smartphone zum Recycling an Fairphone schicken kann.

 

Mineralien und Metalle in durchschnittlichen Smartphones starten ihre Wertschöpfungskette im Bergbau, welcher ein Sektor mit großen Handlungsbedarf bezüglich der Nachhaltigkeit und Menschenrechte ist. Die Probleme gehen von Umweltverschmutzung über gefährliche Arbeitsbedingungen bis hin zu Kinderarbeit. Um das zu bekämpfen kooperiert die Fairphone B.V. mit Initiativen und stattet den Abbaustandpunkten, aus denen es die Rohstoffe bezieht, selbst Besuche ab. So können einige Zwischenhändler ausgeschaltet und die Handelsketten transparenter gemacht werden. Denn all die Zwischenhändler, die gewöhnliche Handelswege mit sich bringen, machen die Herkunft oft unnachvollziehbar. Auch hier sind noch nicht alle Ziele erreicht, doch schon 38 von 40 im Fairphone 2 enthaltenen, mit Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsproblemen in Verbindung gebrachten Materialen wurden für eine Besserung überprüft. Anfang letzten Jahres war Fairphone dann der erste Hersteller von Unterhaltungselektronik, der Fairtrade-Gold in seine Lieferkette integrieren konnte.

Zum Schluss muss man aber auch noch die negative Seite der Bemühungen um die Nachhaltigkeit erwähnen. So werden beispielsweise, anders als beim Beispiel Fairphone, soziale Aspekte, zum Beispiel bei der Produktion, in vielen Quellen, die sich für die Kreislaufwirtschaft einsetzen, eher vernachlässigt. Außerdem gibt es Fälle, in denen andere Strategien, wie die Beschaffung energieeffizienterer Technologien, als vorteilhafter für die Umwelt gelten, als das Bestreben nach Stoffkreisläufen.

Feststeht allerdings, dass wir die momentan vorherrschende Art zu produzieren und zu konsumieren mit dem immens hohen Anfallen von Abfall und dem Verbrauch von endlichen Ressourcen so nicht auf Dauer weiterführen können.

Pauline

 

Wir haben es satt! Auch wenn wir gerne essen...

Wie schon in unserem Wochenbericht erwähnt (hier zu finden: www.depeerdehoff.de/neues-aus-dem-foej.html) waren Pauline und ich letztes Wochenende bei der „Grünen Woche“ in Berlin. Im Rahmen dieser Woche gab es auch eine Demonstration, von der wir bei unserem Letzen Seminar erfahren haben.

Die Demonstration stand unter dem Motto „Wir haben es satt!“, ist deutschlandweit bekannt und es wurde viel dafür gemacht.  Deshalb waren letztendlich ca. 33.000 Menschen gemeinsam mit ca. 150 Treckern auf den Straßen Berlins unterwegs. Menschen aus Berlin aber auch aus ganz Deutschland waren dabei. Aber warum eigentlich? Wofür haben wir uns da eigentlich eingesetzt?

Bei der Demo ging es um verschiedene Themen, jedoch hatten sie alle etwas mit Tierwohl und der Lebensmittelproduktion zu tun, haben sich also gegen die Agrarindustrie eingesatzt. Grundsätzlich war es einfach eine Möglichkeit, für bessere Verhältnisse in diesen Gebieten einzustehen und sich ein Medium zu verschaffen, um gehört zu werden. Konkret wurden allerdings einige Überthemen festgelegt. Es ging ganz klar gegen verunreinigtes Essen (Pestizide etc.) und schlechte Tierhaltung.  Viele verschiedene Ansichten haben sich dort getroffen und mit Sicherheit hatte dort jeder seine eigene Meinung aber in den Oberpunkten waren sich sicherlich alle Anwesenden einig. Zu sehen gab es viele verschiedenen Verkleidungen, Plakate, Sprüche, Parolen und einfach eine große Gemeinschaft, die gemeinsam etwas ändern kann.

Gelaufen (bzw. gefahren) sind wir vom Bahnhof durch Berlin bis zum Brandenburger Tor. Dort wurde anschließen musiziert, man konnte Reden hören und Suppe essen.

Die Suppe wurde frisch gekocht und am Abend davor bei der „Schnippel Disco“ vorbereitet. Dort haben sich viele engagierte Menschen getroffen, um gemeinsam die 3 Tonnen gespendetes Gemüse zu schnippeln. Auch dort waren wir und schon dort war zu spüren, dass sich wirklich viele Menschen in unterschiedlichster Weise für ihre Meinung einsetzen. Auch für die, die noch nicht so den Durchblick hatten, gab es dort viele Informationen und Vorträge. Wir haben dort auch einige, ganz unterschiedliche Menschen getroffen, die sich für bessere Verhältnisse einsetzten und es wurde klar, dass dieses Thema wohl  alle etwas angeht.

Aus Berlin mitgenommen haben wir definitiv das Gemeinschaftsgefühl und auch viele neue Informationen und Eindrücke. Mal bei sowas dabei gewesen zu sein ist auf jeden Fall empfehlenswert. Auf jeden Fall war es sehr beeindruckend zu sehen, was viele Einzelne gemeinsam erreichen können.

Nach der Demo haben wir uns natürlich auch noch wie wahre Touris verhalten ;) Wie gut, dass man nicht sieht, wie anstrengend der lange Weg dann doch war :D
Ganz vorne mit dabei!
 
 

Wolfssichtung in Menslage

Ist der Wolf etwa auch hier im Artland angekommen? Bei diesem Bild könnte man es durchaus denken…

….aber NOCH ist das nur Asta, unser Hofhund. Neben den Pferden, Schweinen und weiteren alten Hautierrassen haben wir eben auch unseren Altdeutschen Schäferhund, der auf uns und die anderen Hofbewohner aufpasst.

Der Altdeutsche Schäferhund ist in gewisser Weise auch eine gefährdete Rasse, da er eine Zeit lang nicht mehr von der FCI (Zuchtverband)  anerkannt wurde. Dadurch durfte er auch nicht mehr gezüchtet werden und wäre somit quasi ausgestorben. Die Liebhaber dieser Rasse haben dies allerdings nicht hingenommen und einfach einen eigenen Züchterverein gegründet. Dadurch wurde die Rasse weiterhin gezüchtet und 2010 auch wieder zugelassen. Vom Wesen und der grundsätzlichen Erscheinung unterscheidet sich die Rasse nicht allzu sehr von dem deutschen Schäferhund. Lediglich das lange Fell unterscheidet den altdeutschen Schäferhund deutlich.  In ihrem Wesen sind beide Rassen allerdings sehr ähnlich. Laut Zuchtbestimmungen sollte der Hund ausgeglichen, gutartig, aufmerksam und seinem Menschen sehr  folgsam sein. Durch seine selbstsichere Art, sein Instinktverhalten und seine Belastbarkeit wird er oft als Wach, -Schutz, -Dienst- und Hütehund eingesetzt. Dafür ist er auch durch seine Größe (50-65 cm) und einem Gewicht von 22-40 kg gut geeignet.

Bei Asta merkt man diese Eigenschaften ganz klar. Nicht nur, dass sie vom Aussehen her dem Bild eines altdeutschen Schäferhundes  entspricht, auch die typischen Charakterzüge sind klar zu erkennen.

Ihre Lieblingsbeschäftigung: Ball, Stöckchen,...(eigentlich allem, was man tragen kann) hinterherrennen, es wiederbringen....

...auch mal ein bisschen Energie loswerden...
...und dann wieder von vorne. Wenn es nach ihr geht auch den ganzen Tag.
Außerdem ist sie sehr aufmerksam und ihr entgeht nichts auf dem Hof, sodass sie uns immer durch Bellen  auf dem Laufenden hält, ob jemand auf den Hof kommt.
Ganz besonders auffällig ist auch ihr ausgeprägter Beschützerinstinkt und ihre extreme Fixierung auf „ihre Menschen“, also die Bewohner des Hofes. Langsam beginnt sie, uns auch als solche zu akzeptieren.

 

Asta lebt hier bei uns als typischer Hofhund. Sie kann, sofern jemand hier ist, den ganzen Tag draußen herumlaufen und begleitet auch uns immer öfter, wenn wir draußen zu tun haben. Nachts schläft sie zwar im Haus, ist sonst aber immer mit irgendwem auf dem Hofraum unterwegs, da sie sich aufgrund ihrer guten Erziehung nicht alleine herumtreibt.  Dabei gibt es keine Probleme mit den restlichen Tieren, da Asta keinesfalls den gleichen Jagdtrieb aufweist wie ein Wolf. Wenn wir uns allerdings vorstellen, dass wir hier in der Gegend ein Rudel Wölfe hätten, gäbe es mit Sicherheit bei der Tierhatlung auf dem Hof (z.B. bei den Schafen) Probleme. Asta könnte ohne Probleme einen 1,20 Meter hohen Zaun überspringen, sodass man sich denken kann, dass dies für den bedeutend größeren Wolf kein Problem wäre. Auch die Schutzfunktion eines Elektrozaunes hält nur eine begrenzte Zeit an. Denn diese äußerst intelligenten Tiere haben zwar nach einem ersten, prägenden Kontakt erstmal Angst, können diese durch positive oder einfach keine weiteren negativen Kontakte auch schnell wieder verlieren. Somit wird deutlich, dass auch diese Zäune einen Wolf (wenn schon nicht einmal Asta dauerhaft) nicht aufhalten können.  Asta hier als Vergleichspunkt für die Thematik der Wölfe in unseren Wäldern zu sehen scheint, da sie ja ein Haustier ist, erst einmal weit hergeholt. Wenn man sie allerdings über den Tag beobachtet, erinnert ihr Bewegungsmuster  sehr an das eines Wolfes. Das sich Hunde und Wölfe ähneln, ist logisch,  da der Hund ja direkt vom Wolf abstammt. Einige Rassen unterscheiden sich jedoch durch die gezielte Zucht sehr stark (vor allem äußerlich) vom Wolf. Anders beim Schäferhund. Betrachtet man den Stammbaum, wird deutlich, dass er recht eng mit dem Wolf verwandt ist und somit auch äußerliche und charakterliche Ähnlichkeiten aufweist. Bei Asta kann man dies, wie wir finden, vor allem an ihrem Gangbild sehen.

Eine weitere Ähnlichkeit besteht in der Fellfärbung. Asta hat ein schwarz-braunes Fell, was sie schon etwas mehr vom Wolf unterscheidet als einen grauen Schäferhund, jedoch sind Ähnlichkeiten erkennbar. Durch die schwarze, seitliche Färbung unterscheidet sie sich jedoch genau vom Wolf, der nur am Rücken schwarz gefärbt ist. Hier ist auch ihre altdeutscher  Schäferhund typische Unterwolle zu erkennen (z.B. am Hinterlauf)

 

Sieht man nun also die Parallelen zwischen Asta, einem domestiziertem Haustier, und den freilebenden Wölfen, wird deutlich, dass eine recht ursprüngliche Haltung passend zum Wesen des Hundes ist. Astas Bewegungsdrang und ihre Instinkte kann sie bei dieser Hofhaltung ausleben und ist somit ausgeglichen und freundlich. Bei reiner Wohnungshaltung in der Stadt zum Beispiel wäre das Bellen als Beschützer- und Wachinstinkt ein Problem. Mit Sicherheit ist auch das möglich und keinesfalls zwingend schlecht für das Tier. Für unseren Anspruch, die Tiere hier auf dem Hof möglichst frei, natürlich und sehr auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet zu halten, ist diese Haltung frei von Spaziergangszeiten und Leine genau die richtige.

 

 

Hengsthaltung

Unter den 8 Pferden auf unserem Hof sind auch 3 Hengste. Die Hengsthaltung unterscheidet sich -normalerweise- deutlich von der üblichen Pferdehaltung. Hengste werden oftmals in Boxen gehalten und kommen nur sehr selten raus, da sie insgesamt temperamentvoller sind und somit leichter ausbrechen. Außerdem haben sie einen finanziellen Wert, der durch eventuelle Verletzungen (entstehend durch gallopieren oder Aufregungen durch Stuten auf der Koppel) und sogar Diebstähle auf der Koppel verloren gehen könnte.

Bei uns auf dem Hof versuchen wir jedoch, auch die Hengste hauptsächlich auf der Koppel zu halten. Die einzelnen Haltungsweisen unterscheiden sich jedoch, ganz nach unserem Prinzip der charakterlich orientierten Pferdehaltung, je nach Pferd. Diese verschiedenen, alle sehr "freien" Hengsthaltungen, sowie die Pferde selber stellen wir hier jetzt einmal vor.

Brego (7)

"Der Hübsche" unter den Hengsten lebt 24 Stunden am Tag auf der Koppel. Auf dieser akzeptiert er keine anderen Pferde, daher lebt er dort alleine. Er kam mit einem halben Jahr auf dem Hof und wurde seit dem zum Reitpferd ausgebildet. Er ist, vor allem für einen Hengst, sehr lieb, was auch das Reiten sehr angenehm macht. Außerhalb des Reitplatzes kann er aber auch mal anders und weiß seine enorme Kraft eizusetzten, weswegen wir im FÖJ nicht mit ihm alleine arbeiten, sondern nur, wenn jemand vom Hof Zeit hat.

"Der Hübsche"...
 
...kann ganz wild...
...aber auch mal lustig.

Fokko (7)

Auch "Der Sportliche" kam mit einem halben Jahr auf den Hof und ist ein Halbbruder von Brego. Er steht zusammen mit unserem Wallach Willi auf einer Koppel. Da die beiden im Moment an einer Koppel direkt an der Straße stehen, kommen sie über Nacht rein, leben aber ansonsten auch draußen. Fokko wurde auch zum Reitpferd ausgebildet, mit ihm haben wir allerdings noch nicht gearbeitet. Beobachtet man ihn allerdings auf der Koppel oder im normalen Umgang, wird schnell deutlich, dass er Brego in Sachen Temperament in nichts nachsteht. Daher ist er auch ganz klar der Chef auf der Koppel und Willi muss sich einiges gefallen lassen, was ihn (als Wallach) aber wenig stört.

"Der Sportliche"...
...mit Weidengenosse "Willi" (links).

Bilbo (Jährling)

Bilbo steht zusammen mit unseren anderen Pferden (4 Stuten) den ganzen Tag auf der Koppel. Da er noch "Der Kleine" ist, kann er noch mit ihnen zusammen leben, wird jedoch in naher Zukunft zu den Hengsten ziehen. Aus unserer Sicht wird das auch Zeit, da er immer öfter den Hengst markiert, wenn wir auf der Koppel sind, um unsere Pferde zu holen. Insgesamt ist er aber ein sehr süßer, jedoch sehr frecher junger Hengst, der bei den anderen auf der Koppel noch mit vielem durchkommt und sich sehr viel erlauben darf. Grundsätzliche Dinge werden mit ihm schon geübt (Führen, Hufe geben etc.), aber seine weitere Ausbildung wird erst in einem bis zwei Jahren beginnen.

"Der Kleine"...
...sieht garnicht mehr so klein aus...
...darf aber noch ziemlich frech sein...
...und bringt damit Schwung in die Gruppe.
 
 

Pferdearbeit

im Rahmen eines Langzeitprojektes zum Aufbau einer Untersuchungs- und Lehreinrichtung für Pferdearbeit

 

„Das Ziel unsere Pferdearbeit  ist ein nachhaltiges, vollständig kreislaufbasiertes Modell zur Nahrungsmittelerzeugung “

Was heißt das jetzt genau?

Wir als FÖJler bilden 2 Pferde (Stella, 3 und Arya, 4) zur landwirtschaftlichen Arbeit auf dem Feld aus. Mit ihrer Hilfe kann ohne die Nutzung von technischen Geräten (Traktor etc.) auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen Gemüse, Marktfrüchte und Futtermittel angebaut werden. Diese Erzeugnisse werden zum Teil verkauft, vor allem aber in unserem Kreislauf insbesondere an die Pferde verfüttert, sodass über den Mist der größte Teil der Nährstoffe im Betrieb verbleibt. Nur die hochwertigsten Lebensmittel verlassen diesen Kreislauf, werden jedoch auch vollständig verzehrt. Wir untersuchen hier also, wie sich die Pferdearbeit in das Modell der nachhaltigen Lebensmittelerzeugung eingliedern lässt.

Damit dieses Modell funktionieren kann, braucht es verlässliche und arbeitswillige Pferde, die wissen, was von ihnen verlangt wird. Um aus den Pferden auf der Koppel solche Arbeitspartner zu machen, bedarf es viel gemeinsamer Arbeit, sowohl in den eigentlichen Aufgaben als auch in der Vertrauensbildung und des Grundverhaltens.

Um nun also verlässliche Arbeitspartner zu bekommen, trainieren wir viel mit Stella und Arya. Wir haben sie als "rohe Pferde" von der Koppel bekommen. Das bedeutet, dass sie bis auf einfaches Führen am Strick noch nicht viel gelernt hatten.

Zuerst haben wir an der Grundkommunikation und an den Grundkommandos gearbeitet. Das geht am besten im sogenannten Roundpen. Grundsätzlich geht es darum, die Führungsposition in der Beziehung Pferd-Mensch zu übernehmen. Das funktioniert, indem man das Pferd durch Körpersprache bewegt und somit die bestimmende Rolle einnimmt. Gleichzeitig lassen sich so Kommandos zum Beispiel zum Losgehen oder Anhalten etablieren.

Ist der erste Schritt geschafft, kann mit dem Satteln begonnen werden. An das Laufen mit dem "komischen Ding" auf dem Rücken muss sich jedes Pferd erstmal gewöhnen. Ist auch das geschafft, kann mit dem Lenken begonnen werden. Hierbei lenkt man das Pferd wie beim Reiten jedoch mit sehr langen Zügeln vom Boden aus hinter dem Pferd. Dies ist der erste Schritt zur richtigen Feldarbeit, da man das Pferd dort auch auf diese Art lenken muss. Hierbei muss das Pferd fein auf Kommandos reagieren und vor allem, egal was passiert, ruhig stehen bleiben. Klingt nicht so schwer, ist für ein Fluchttier aber gar nicht so einfach. Es bedarf viel Vertrauen zum Menschen und auch vielen Erfahrungen in jeglichen Bereichen, damit sie durch nichts aus der Ruhe gebracht werden.

Dazu machen wir auch außerhalb der eigentlichen Arbeit viel mit ihnen. Spaziergänge, Schrecktraining, ungewohnte Situationen suchen, gruselige Geräusche immer wieder einbauen oder auch einfach mal nur rumstehen und nicht vor Langeweile "rumzappeln" gehören daher auch zur Ausbildung dazu.

 Auch die Reitausbildung dient zum Einen der Gelassenheit und dem Vertrauen zwischen Mensch und Pferd. Zum Anderen kann dabei natürlich auch der Grundgehorsam, die Kommunikation und das Verhältnis weiter verbessert werden.

In einem nächsten Schritt werden wir mit dem Ziehen von Lasten beginnen, sodass dann der Arbeit auf dem Feld nichts mehr im Weg steht.

Insgesamt läuft die Arbeit bislang recht gut. Stella wird nun schon geritten und arbeitet toll mit. Auch Arya ist grundsätzlich gut dabei, jedoch fällt es ihr noch deutlich schwerer den Menschen als Herdenführer zu akzeptieren, sodass sie noch nicht bereit zum Reiten ist. Allgemein lässt sich sagen, dass auch unsere Beiden mal einen schlechten Tag haben und uns durchaus auch ganz hervorragend auf die Palme bringen können. Wir sind trotzdem davon überzeugt, dass wir das alles als Team hinbekommen.

Für uns ist es allerdings, genau wie für unsere Pferde, das erste mal, dass wir so etwas machen. Unsere Vorgehensweise orientiert sich an dem, was wir hier über Pferdearbeit gelernt haben oder schon vorher wussten, vor allem aber an den Pferden selber. Es geht viel darum, die nächsten Schritte und das allgemeine Vorgehen an das Pferd und seine Fähigkeiten/seinen Charakter anzupassen. Mit Stella kann man z.B. schneller vorgehen, da sie grundsätzlich vor nichts wirklich Angst hat, ruhig ist und sehr gerne für ihren Menschen arbeitet. Arya braucht etwas länger, um sich an neue Situationen zu gewöhnen, ist eher ängstlich und rebelliert oft stärker gegen neue "Rangordnungen".

In dieser FÖJ-Einsatzstelle haben wir viele Freiheiten und können viele eigene Ideen einbringen. So sind Arya und Stella unser persönlicher Beitrag zu diesem Projekt.

Wir zeigen hier also unseren Weg für unsere Pferde, der sich immer wieder verändern wird, je nachdem wie die Pferde auf die neuen Schritte reagieren.

Roundpenarbeit...
..und dabei auch einfach mal entspannen
Dann kommt das Lenken...
...und schließlich können wir losreiten
Zwischendurch dann Schrecktraining...
...mit ein bisschen Spaß

 

 

Ein seltener Gast im Norden

Ein seltener Gast im Norden:  Die Blaue Holzbiene, Deutschlands größte Bienenart ist vor allem in südlicheren Gefilden wie Baden-Württemberg beheimatet.

Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt 18.06.2017

Übergabe der Auszeichnung durch Frau Äbtissin Britta Rook (Stift Börstel).

Mai 2017: Das Karlsgarten Projekt wächst und wächst.

 
 

März 2017: Das Engelmann-Projekt

 

In Zusammenarbeit mit dem Verein akademini e.V. Oldenburg wurden Obstbäume auf dem Karlsgartengelände gepflanzt. Die Bäume wurden von einem 90 jährigen "Stadtguerilla" auf verwilderten städtischen Flächen gezogen und sollten dort im Sinne des Allgemeinwohl und Nutzen wachsen, mussten aber leider aufgrund städtischer Baumaßnahmen weichen. Daher werden die Bäume an Interessierte abgegeben.

Im Herbst ist geplant, eine größere Anzahl Bäume, die weiteren Baumaßnahmen weichen müssen, in ein lineares Landschaftselement auf dem vom Verein betreuten Flächen einzufügen, damit sie dort im Geiste des Züchters ihren ihnen angedachten Zweck erfüllen können.

Dezember 2016: Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017. Auch wenn er in seinem Bestand noch nicht gefährdet ist, steht er damit exemplarisch für alle Höhlenbrüter, die vor allem alte Bäume mit Höhlen in intakten naturnahen Waldbeständen suchen. Ist ein ausreichendes Nahrungsangebot in Feld und Flur gegeben, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich bald Waldkäuze und andere Eulenarten ansiedeln.

Auf dem Projektstandort lebt seit vielen Jahren in unmittelbarer Nähe der Vereinsräume ein Waldkauzpärchen.

 

Hermann May (Träger des Preises "Plattdeutsches Buch des Jahres 2016") und die Mittelaltergruppe 'Mercks wol' sorgten für die kulturelle Begleitung.
Arbeiten im Winter: Kopfweiden beschneiden und Zaun flechten.
 

Die Projektflächen wurden beim diesjährigen Naturschutzpreis Osnabrück in der Rubrik Landwirtschaft neben zwei anderen Betrieben ausgezeichnet

Der Naturschutzpreis wird von der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück jährlich vergeben.

Gewürdigt wurden beispielhafte Projekte zum Schutz von Insekten.

Mitglieder der Jury. Die drei Landwirtschaftlichen Betriebe: Hof Schlukat, Hof Pente und Hof Meyer (Projektflächen des Vereins)

 

Oktober 2016

Das Solargewächshaus
 

September 2016

Das Solargewächshaus
 
Ausschilderungseinrichtung
Besuch vom Heimatverein Ankum
Das Tor zum Garten
 
De NDR was ok al daor.

August 2016

Impressionen vom Kräutergang

Juli 2016 Neues von der Mauer

Das Tor wurde gesetzt und die Vollendung der Mauer ist nun in greifbarer Nähe...

Die mehrere tonnenschweren Steine erforderten entsprechendes Arbeitsgerät.
Die ersten Gäste haben die Mauer schon abgenommen.
Die Arbeitskette funktioniert...

Juni 2016 Neues von der Mauer

Das Jahr schreitet in schnellen Zügen voran. Auf einmal ist der Sommer gekommen und der Bauherr fragt sich: "Wo nur ist bei all dem Regen die Zeit zum Mauerbau geblieben?". Doch die ungünstige Wetterlage hat uns nicht aufgehalten, sodass die Mauer sich ihrer Vollendung nähert.

Aber seht selbst ...

Sicht auf den zweiten großen Bauabschnitt der vorderen Hauptmauer. Allmählich tritt das spätere Bild dem Betrachter klarer vor Augen.
Bigger, better, Karl sien Gaorn.
 
Terrassenbeet mit integrierter Sitzgelegenheit.
In zehn Jahren werden hier lauschige Sitzplätze dem Besucher (und allen engagierten Ehrenamtlichen) Erholung bieten,
 

26.06.16 Sommerblütenduft lockt wieder

Herrlich wenn der Sommer Pflanzen ihre Blüten treiben

und dich einladen, hier einen Augenblick zu bleiben.

Kiek ais maol vörbi in Karl sien Gaorn. Hier gifft dat full to seihn. Dei Planten wassen gaud un daor is een Röök in dei Luft. So moje, dat magst nich glööven.

Mauerbau im Mai

Mauerbau ist wie Puzzlen.

15.05.16 Fleißige Helfer im Karlsgarten - Flietige Wichter in Karl sien Gaorn

Von wegen fauler Lenz. Der Frühling ruft im Maienkleid uns zu sich und wir folgen gern dem Ruf des Werdens.

Zusammen mit Lea-Marie, Ophelia und Iyari haben wir fleißig die Lauchgewächsbeete um Zwiebel, Schalotte und Co. erweitert.

Der harte Boden wird gelockert.
Und das Gießen nicht vergessen!
Gemeinsam geht alles besser - und schneller!

1.04.16 Tiernachwuchs

Ein Wollschweinchen - Gefährdete Haustierrasse
Diepholzer Gänse - Gefährdete Haustierrasse

29.03.16 Sie kommen wieder!

Die ersten Schwalben finden sich nach und nach auf dem Projektgelände ein.

17.03.16 Eisvogelsichtung

Anerkennung als FÖJ-Einsatzstelle!

Koordiniert wird das Freiwillige Ökologische Jahr in Niedersachsen von der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz mit Sitz in Schneverdingen.

Ab 1. Februar kann man sich unter http://www.nna.niedersachsen.de/foej/einsatzstellen/einsatzstellendatenbank/ auch über unsere Einsatzstelle informieren.

Der Verein freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz.

Herbergen, 30.12.15.

Evaluationsbesuch durch unseren Ansprechpartner Sebastian Bleck mit Inaugenscheinnahme der Projektfläche und Einrichtungen.

Eisvogel

Vom Entwässerungskanal zum Biotop für die Flagschiffart Eisvogel

Durch eine gezielte Rückentwicklung eines Uferbereiches konnte die Örtlichkeit so verbessert werden, dass dieser Gewässerabschnitt mittlerweile zum Lebensraum wurde für den Eisvogel, der höchste ökologische Ansprüche an sein Umfeld stellt.

Auf dem Video (Aufnahme: Thomas Meyer, 25.12.15) ist zu sehen, wie der Eisvogel kurz in den Graben eintaucht, Beute aufnimmt und sie im Gehölz verzehrt.

Der Graben befindet sich in unmittelbarer Nähe des Projektstandortes Karlsgarten.

In dieser Örtlichkeit möchten wir eine Demonstrationsanlage schaffen, um Flussdynamik und ökologische Entwicklung in einem für die Hauptzielgruppe Kinder geeigneten experimentellen Umfeld darstellen.

Eine typische Winterarbeit: Entkusselung im Dezember

November - Vier auf einen Streich!

In anderen Regionen gilt der Fasan bereits als vom Aussterben bedroht (siehe u. a. die Pressemeldung eines Hegerings aus dem Emsland:

http://www.noz.de/lokales/doerpen/artikel/640881/jager-befurchten-aussterben-von-fasanen-im-emsland). Aus allen Hegeringen der Umgebung werden erschreckende Populationsrückgänge bzw. keine bestehenden Populationen gemeldet. Der Fasan zählt auch als Anzeiger für einen katastrophalen Artenrückgang. Die Ursachen werden momentan mit sehr hohem finanziellen Aufwand von der Wissenschaft geklärt. Nach wie vor ist der Artenrückgang aber (z. B. an sog. 'jagdbarem Wild') ein Mysterium für Wissenschaft und Jägerschaft. Pestizidanwendung, Rückgang ursprünglicher Lebensräume durch Beseitigung von Landschaftselementen, Umwandlung von Grünland in Ackerland, intensiver mehrmaliger jährlicher Fruchtfolgen bei immer rasanterer Bearbeitungstechnik, sind nur ausgewählte Ursachen.

Es spricht für die ökologische Wertigkeit des Projektgeländes, dass derartige Bilder und Momentaufnahmen (noch) möglich sind. Die Maßnahmen, die unser Verein zum Bestandsschutz in der Vergangenheit getroffen hat, waren bislang zielführend und erfolgreich. Wir hoffen, dass wir noch lange dem allgemeinen Trend trotzen und den Bestand auf dem Projektgelände wahren können. Wir zeigen auf, wie man Populationen sichern kann und welche Maßnahmen dafür nötig sind.

Es ist September: Sie fliegen wieder!

Fledermäuse in Paar-Formation

Sobald die Schwalben gehn

kann man Fledermäuse fliegen sehn.

Fledermäuse sind wahre Flugakrobaten und bieten dem Betrachter ein ebenso abwechslungsreiches und imposantes Schauspiel. Zumal, wenn sie - wie auf dem Projektgelände - zahlreich auftreten und bis auf kürzeste Entfernungen dem Zuschauer begegnen.

Eine Fünfer-Gruppe Fledermäuse in den frühen Abendstunden auf der Jagd. Nicht zufällig halten sie sich über dem mit Efeu berankten Wirtschaftsgebäude auf. Wie andere Gewächse, die zur Gebäudebegrünung geeignet sind,  wird auch bei Efeu die ökologische Bedeutung noch zu wenig wahrgenommen. So bietet Efeu gerade Insekten, die in der Nahrungskette enorm wichtig sind, Unterschlupf und Lebensraum.

Vereinsversammlung 2015

Bewerbung zum Naturschutzpreis für Erhalt von Schwalben und Mauerseglern 2015

Die Naturschutzstiftung Osnabrück vergibt jedes Jahr 5000 Euro, verteilt auf geeignete Bewerbungen. Da die Vergabe des Preises für den 6. Oktober terminiert ist, läuft dieser Wettbewerb noch. Der Verein rechnet sich aber durchaus Chancen aus, da bereits eine große Schwalbenpopulation sich auf dem Projektstandort befindet und in jüngerer Vergangenheit (Pilot-)Projekte zur Förderung der Uferschwalbe und des Mauerseglers durchgeführt wurden.

Wenn alles gut läuft, werden dieses Jahr ca. 60 Jungschwalben von uns auf den Weg in den Süden gehen und hoffentlich kehren die meisten wieder heim.

Leider hat es für einen Preis nicht gereicht. Aber es war mal wieder eine Freude und sehr informativ für uns, an einer Landkreisveranstaltung teilzunehmen. Vor allem haben wir neue Einsichten in die Beurteilungskriterien des Landkreises von Naturschutzprojekten gewonnen.

Wir freuen uns auf weitere Teilnahmen an Naturschutzausschreiben (auch des Landkreises).

Beispielhafter Nestbau 26.06.-4.7.2015: 2. Durchgang 2015.

Schwalben beim Nestbau

Schwalben im Juli auf der Futtersuche

Die Vielzahl der Schwalben ist erst bei näherem Hinschauen zu entdecken!

Vis a vis mit einem unserer Waldkäuze. Fotografiert im Mai aus ca. fünf Metern Entfernung. Ein Erlebnis der besonderen Art.